wurden eine Stunde unter die kalte Brause gestellt, was nur wenige lebend überstanden. Das schlimmste Jahr war für uns Geistliche das Jahr 1942. Wir haben vor Hunger, wenn wir auf dem Felde die schweren Pflüge und Sämaschinen ziehen mußten, das Unkraut gegessen, auch die Blätter von Johannisbeersträuchern und rohe Kartoffeln. Die Folge davon war die Ruhr, die viele dahinraffte. Es starben von Mai bis September 1942 von 300 deutschen Geistlichen 105. Ein großer Trost war für uns deutsche Geistliche, daß wir seit 1941 eine Kapelle hatten, in der wir oft schöne Gottesdienste halten konnten. Jeder Geistliche konnte durchschnittlich einmal im Jahre zelebrieren. Ich selbst hatte in den ersten Jahren meiner Haft keine Gelegenheit zur Zelebration, und in den ersten drei Jahren meiner Haft konnte ich nicht einmal die hl. Osterkommunion empfangen. Ich habe in meiner großen Not oft gebetet: ,, Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Die Einrichtung der Kapelle war sehr einfach; alles muẞten wir selbst besorgen. Ein Kupferschmied machte aus Messingblech einen kleinen Kelch. Einige Mitbrüder schnitzten in der arbeitsfreien Zeit aus Holz die Monstranz und die Leuchter. Als wir längere Zeit einmal keine Kerzen hatten, mußten wir uns mit Ölfläschchen, in die wir einen Docht steckten, behelfen. Später bekam das Kloster Ettal die Erlaubnis, uns eine würdige Kapellenausstattung zu schicken. Die katholische Pfarrgemeinde Dachau durfte uns ein Harmonium schenken. Meist blieb der Gottesdienst ungestört. Es ist aber auch vorgekommen, daß SS- Leute während des Gottesdienstes rauchend und schwatzend bis zum Altare vordrangen und den Gottesdienst erheblich störten. Eine ganz große Freude hatten wir Weihnachten 1944, als der französische Bischof einen deutschen Diakon, der bereits 5 Jahre
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