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dem langsamen Tode durch Verhungern oder Erfrieren aus- gesetzt war.) Da das Krematorium im letzten Winter keine Kohlen hatte, blieben die Leichenberge bei den Invaliden- baracken manchmal wochenlang liegen, wie wir uns täglich überzeugen konnten. Demgegenüber starb in den vier Jah- ren des ersten Weltkrieges von acht deutschen Soldaten einer an der Front. Die Zahl der Toten von Dachau in den ersten drei Monaten dieses Jahres ist also somal so hoch, prozentual gerechnet, wie die Zahl der deutschen Toten des ersten Weltkrieges. Oder mit anderen Worten: von 150 deutschen Soldaten starb im ersten Weltkrieg einer in drei Monaten; von ıso Gefangenen in Dachau starben in diesen drei Monaten 50.—— Als am 29 April 1945 die Amerikaner das Lager Dachau befreiten, lagen am Krema- torium noch 3000 unbestattete Leichen, die ich selbst gesehen habe, dazu standen auf dem Bahnhof Dachau noch viele Waggons, die bis oben mit Leichen aus anderen Lagern gefüllt waren. Die Bevölkerung von Dachau hat eine Woche mit Fuhrwerken fahren müssen, damit diese armen Opfer unmenschlicher Grausamkeit endlich in Massengräbern bei- gesetzt werden konnten. Der Grund des Todes dieser Men- schen waren Flecktyphus, Typhus, Mißhandlungen schlimm- ster Art, meistens aber Hunger. Monatelang gab es im letz- ten Winter mittags eine Suppe, die fast nur aus Kartoffel- schalen, manchmal auch aus ungenießbaren Unkrautsamen, bestand.
Geistliche gab es in Dachau mindestens 3000 aus allen Nationen Europas , von denen weit mehr als ı500, also mehr als die Hälfte, gestorben sind. Zwei Bischöfe, ein pol- nischer und ein französischer, waren dort, von denen der polnische Weihbischof Kozal aus Leslau anfangs 1943 den erlittenen Mißhandlungen und dem Hunger erlag. Weih-
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