gelesen. Wären sie dabei ertappt worden, so hätten sie schwere Bestrafung erdulden müssen.) Allen Laien war die Teilnahme am Gottesdienst in der Kapelle streng verboten. Auch durften Laien keine Gebetbücher und Rosenkränze besitzen. Wenn ein Geistlicher einem Laien die Beichte hören oder sonst ein Sakrament spenden wollte, so mußte es heimlich geschehen. Wurde er dabei ertappt, mußten beide eine der entsetzlichen Lagerstrafen erdulden. Und so kann man sagen: Im Lager Dachau haben in den letzten 12 Jahren Hunderttausende von Menschen gelebt, ohne daß es ihnen möglich war, auch nur an einer einzigen Messe teilzunehmen, eine Predigt zu hören oder ein Sakrament zu empfangen. Weit mehr als 100 000 Menschen haben in Dachau , teilweise unter den schrecklichsten Umständen, ihr Leben gelassen, ohne daß die Kirche ihnen in ihrer letzten Not beistehen durfte. Wieviel religiöses, sittliches und seelisches Elend allein in dieser einen Tatsache beschlossen liegt, läßt sich mit Worten überhaupt nicht sagen.
Genau zu sagen, wieviel Gefangene in Dachau waren, und wieviele von ihnen gestorben sind, wird nicht einfach sein, da von der SS kurz vor dem Anrücken der Amerikaner alle Akten der verstorbenen und überlebenden Gefangenen vernichtet wurden. Wir selbst rechneten damit, daß in jedem Jahre wenigstens die Hälfte der anwesenden Gefangenen starb. So starben im Jahre 1942 von 10 000 Insassen 5100. In den ersten drei Monaten des Jahres 1945 erreichte die Todeskurve, vor allem in den Baracken der Invaliden und Arbeitsunfähigen, den Höhepunkt. In diesen drei Monaten starben 16 000 von 50 000 Insassen.( Wer in Dachau nicht mehr voll arbeiten konnte, darunter viele Invaliden des ersten Weltkrieges, kam in die Invalidenbaracken, wo er
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