Verschlag sich wie ein Wurm wand. Gegen Mittag hatte auch er seinen Geist ausgehaucht, und die Leichen von Vater und Sohn wurden auf einen Lastwagen geworfen und nach dem Verbrennungsofen gefahren.
V.
Scharführer Schmit war als einer der grausamsten Henker von KAEL- BU bekannt. Ein verkrachter Theologiestudent aus den bayrischen Bergen, verbrannte er nun das, was früher sein Herz angebetet hatte. Dem Christentum und allen Pfaffen galt sein besonderer Haß. Sein Kollege, Unterscharführer Bitzer, hingegen spezialisierte sich mehr auf Juden. Bitzer war noch ein junger Mensch von 20 Jahren mit einem rothaarigen Schädel und stammte aus der Steiermark . Vor der Einverleibung Österreichs hatte er in seinem Heimatdorfe einen jüdischen Viehaufkäufer erstochen und ihm 2000 Schillinge geraubt. Mit diesem Gelde war er dann in einer dunklen Nacht von Komplizen sicher über die Grenze nach Deutschland gebracht worden, wo die Totenkopf- SS solche Leute gut gebrauchen konnte.
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Nach einer gründlichen Ausbildung in der Schule des Mordens hatte er sich nach KA- EL- BU versetzen lassen, und da dieses Lager in der ersten Zeit es war im Sommer Siebenunddreißig nur wenige Juden zählte, so fand Bitzer dort das Leben recht langweilig. Auch die Vergnügungen, die die nahegelegene Provinzstadt an den dienstfreien Nachmittagen ihm bot, konnten ihn nicht zufriedenstellen. Seit dem Frühjahr hatte sich in KA- EL- BU aber manches gewandelt, denn mehrere hundert Juden waren ins Lager geschafft worden. Es waren dies meist Kaufleute, und da die.Lagerleitung der Ansicht war, daß Juden nur ein arbeitsscheues Gesindel seien, so wurden sie alle den schwarzen Blöcken zugeteilt, die auf Anordnung von Berlin unter der Rubrik ,, Reichsarbeitsscheue" geführt wurden. Die Betreuung der jüdischen Blöcke war Bitzer übertragen worden, und der breitschultrige Kommandant Katt konnte mit ihm zufrieden sein. Dabei war Bitzer nicht so sehr für das Erschießen als vielmehr für das Aushungern. Auf sein Betreiben hin wurden die kleinen Rationen für die Juden
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