jene auf, die aus meiner Haft- und Internierungszeit Kapital schlugen und sich noch darauf zu berufen wagten, die Gesetze der Nazis hätten ihnen das Recht gegeben, mich um meine Rechte zu bringen. Solche Köpfe gibt es heute noch bemoost und kahl.
Angesichts aller Beteuerungen ,,, niemals in der Partei, SS oder SA" gewesen zu sein, konnte ich es mir nicht versagen, meiner Überzeugung Ausdruck zu verleihen, wie ich es schon früher durch Satire und Glosse in der Flensburger Presse machte. Nachstehendes Spottgedicht durften sich auch die alten Kämpfer und solche, die es nicht gewesen sein wollten, zur Freude meiner Bekannten, zu Gemüte ziehen.
Elegie eines alten Kämpfers
Von Krischan Kiekut
Herrlich waren doch die Zeiten Als ich alter Kämpfer war, Wo sich fügten die Gescheidten Uns'rer frechen braunen Schar. Als die Bonzen noch in Blüte, Dem Pg mit stolzer Brust Menschen, die nur zweiter Güte, Jederzeit sich fügen mußt'.
Als sich göttergleich der Hitler Stellte neben Wotan auf Und als neuer Glaubensmittler
,, Deutsche Christen " bracht' zu Hauf'.
Als noch täglich durch den Äther
Wartet nur Ihr Volksverräter
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Vom KZ und Jude Kohn".
Als noch mit dem Klempnerladen Göring seine Brust geschmückt, Dr. Ley'sche Sauf- Tiraden Hinlänglich das Volk beglückt, Goebbels täglich uns versprochen, Daß der Endsieg stünd' bevor, Und die alten Volkssturmknochen Stellt' als neue Waffen vor.
Als man eisern sparen mußte,
Zahlte Wochenraten ein,
Denn für Voll- und Selbstbewußte
Sollte doch ein Auto sein.
Nichts von allem ist geblieben,
Hin SS und hin SA,
Alle Gelder abgeschrieben, Nicht ein Hakenkreuz ist da.
Nirgend hängen Hitlerbilder, Die Pegesin schweigt sich aus, Selbst die Nazi- Straßenschilder
Sind entfernt von Pfahl und Haus.


