Zimmer 59 des Polizeipräsidiums. Während des Tages hielt er sich zumeist in der Feuerwehrschule in Harrisleefeld im Nor­den Flensburgs auf, wo ein Teil seines mitgeführten Fuhrparks stand, darunter ein Lastauto, auf dem ein Kuhstall aufgebaut war. Darin wurde zum persönlichen Bedarf Himmlers eine Milchkuh mitgeführt.

Es war In Harrislee fanden noch wüste SS - Gelage statt. noch alles reichlich vorhanden an den erlesensten Lebens- und Genußmitteln: Schinken in Dosen, Wurst, Schokolade, Zigarren und Zigaretten, kurz alles, was das Volk schon seit Jahren nicht mehr bekommen hatte.

Himmlers Flucht nach Flensburg war recht abenteuerlich, weil er sich der Verhaftung durch die im Eilmarsch vor­rückenden englischen Truppen entziehen wollte. In Hohenlychen und Lübeck hatte er noch kurz zuvor mit dem Grafen Folke Bernadotte , dem Präsidenten des schwedischen Roten Kreuzes, verhandeln wollen, um für sich persönlich Vorteile zu erreichen, als ihm endlich einleuchtete, daß der Krieg verloren war. Es gab nichts mehr zu verhandeln. Hals über Kopf mußte der einst so allgewaltige ,, Reichs- Heinrich" seinen Wagenpark nörd­lich Lübeck im Stich lassen, wo ich auf dem Wege vom Dorf Techau nach Timmerdorfer Strand die verlassenen Autos stehen oder umgekippt liegen sah.

Von den Bauern unterwegs erfuhr ich, daß die britische Militärregierung Himmler suchte und daher neben den Ver­hören der Einwohner auch Durchsuchungen der Gehöfte vor­nahm. Zwischen Eutin und Plön war die Spur verloren ge­gangen; es erwies sich, daß Himmler beim Eintreffen der Be­satzungs- Vortruppen schon nach dem Norden Schleswig- Hol­ steins entkommen war.

Der Kommandant Lüth, ein Brillantenträger, war willens, Flensburg zu verteidigen und die Stadt der Vernichtung auszu­setzen. Bis zum Ablauf des Ultimatums der britischen Truppen, die noch südlich des Kieler Kanals vorrückten, waren es nur noch Stunden, Stunden höchster Besorgnis für die Flensburger Be­völkerung, die jeden Augenblick ein Bombardement erwarten konnte, das für sie und die Stadt das Ende bedeutete.

In diesen schicksalsvollen Stunden war es ein einfacher Matrose, der durch sein unerschrockenes Eingreifen die ent­er schoẞ kurzerhand den scheidende Wendung herbeiführte Kommandanten Lüth nieder und rettete durch seine Tat das Leben tausender Bewohner und die Stadt selbst vor völliger Vernichtung. Die Erklärung Flensburgs zur offenen Stadt wurde von Marineangehörigen telefonisch nach Neumünster durch­gegeben, das inzwischen kampflos von den britischen Vortrupps besetzt war.

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hatte die Kieler Zur gleichen Zeit es war der 3. Mai Polizei die Initiative ergriffen und ein Übergabekommando mit weißer Fahne und Dolmetscher in Richtung Neumünster aus­gesandt; bei Bordesholm traf es bereits auf eine Vorausabtei­fung, die Kenntnis nahm, daß Kiel keinen Widerstand leiste. Am 4. Mai, 16 Uhr, traf eine britische Militärabordnung im

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