ohne den Namen des Verfassers zu nennen. Im engsten Zirkel wurde die Hymne gesungen und auch in einige Sprachen, zu­erst in die tschechische, übersetzt.

Die Hoffnung auf baldige Beendigung des Krieges und Sieges der Alliierten und somit auch auf Befreiung aus langjähriger KZ- Haft ließ die Fälle des Flüchtens von den Außenarbeits­kommandos seltener werden. Die Lagerführung formierte nach dem Abendappell Kolonnen bis zu tausend Häftlingen, die mit normaler Bewachung durch SS - Mannschaften zum Güterbahnhof Oranienburg marschierten, um dort sog. Beutewagen abzutrans­portieren, die im Lager und im Walde neben dem Lager ,, aus­geschlachtet" wurden.

Nicht ein einziger Fall von Flucht war bei diesen Trans­porten zu verzeichnen, obwohl es bei eingetretener Dunkelheit ohne Schwierigkeiten möglich gewesen wäre, unbehelligt fort­zukommen. Doch nichts von alledem. Die Häftlinge hielten aus, beseelt von dem Gedanken, daß die Freiheit für alle nicht mehr fern sei.

Wie beim Kommis der Marschgesang die ,, Schlappen" wieder aufrütteln sollte, so auch das befohlene Singen im KZ. Nach Beendigung des Appells mußte auf dem Platz gesungen werden, nicht aus Freude am Männergesang, nein, um den Häftlingen die Freizeit zu beschneiden. Bis zum Erbrechen gröhlte man die sog. Lagerlieder, allen voran: In Esterwegen .. Grün ist die Heide... und dann solange, bis es den Rapport­führern selbst aus dem Halse hing. Wenn die Texte nicht klappten, wurden Übungsstunden in den Baracken angesetzt. Von einer Begeisterung beim Singen konnte keineswegs die Rede sein. Nur die selbstgewählten Lieder, vor allem die ver­botenen, konnten begeistern.

Auf den Märschen zum Bahnhof marschierten die alten politischen Kämpfer an der Spitze und sangen Freiheitslieder, in die dann die übrigen Häftlinge mit einstimmten. Auch die auf den Straßen verweilenden Bewohner Oranienburgs riefen uns aufmunternde Worte zu. Es wurde gesungen: ,, Empor zum Licht"- ,, Brüder zur Sonne" ,, Wenn wir ziehen Seit' an Seite" usw., Lieder, an denen nicht einmal die SS Anstoß nahm, jedenfalls weil sie nichts mit dem Inhalt anzufangen wußte.

Als man sich jedoch eines Tages mit der Arbeiter- Marsel­leise von Jakob Audorf durch die Straßen Oranienburgs ge­wagt hatte, wurde vom Rapportführer Nowacki das Singen auf dem Marsche verboten weil es kein Lagerlied war. Hätte er den Text des Liedes gekannt, so wäre höchstwahrscheinlich eine Kollektivbestrafung der gesamten Beutewagen- Kolonne die Folge gewesen.

Am nächsten Abend, nachdem die Lagermauern außer Sicht waren, setzte der Gesang der Freiheitslieder durch die Straßen Oranienburgs aufs Neue ein, ohne daß irgendwelcher Einspruch oder Verbot wieder bekannt wurde. Ja, man konnte sich sogar erlauben, den Sozialistenmarsch und die Internationale singen. Was wußte die SS von ihren Texten!..

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Bezüglich der Beutewagen sei bemerkt, daß es sich nicht. allein um erbeutetes Wagenmaterial der alliierten Heere han­

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