ausheben müssen für Schanzzwecke hieß es. Spät abends wurden etwa 5000 Juden, Männer, Frauen und Kinder von der SS aus dem Lager in diese Grube getrieben unter dem Vorwande, daß Fliegeralarm sei. Angstlich duckte sich alles nieder. Im nächsten Augenblick folgte eine Explosion nach der andern, so daß die ausgehobenen Erdmassen die 5000 Juden im Massengrab begruben.

Wenn schon das Nazi- Untermenschentum sich der Welt gegenüber als Herrenrasse präsentierte, so war es nicht zu verwundern, wenn es alle Mordtaten vor der Öffentlichkeit zu verbergen versuchte oder, sofern diese neben den furchtbaren Grausamkeiten dennoch bekannt wurden, dann wurden sofort Maßnahmen ergriffen, die auf Abdämpfen ,, falscher Gerüchte" hinausliefen. Das bereits mehrfach erwähnte neu erbaute Men­schenschlachthaus, eine der raffiniertesten Mordstätten, mit den als Brausebädern getarnten Gaskammern und den angeschlos­senen Verbrennungsöfen des Krematoriums, wurde im Bauvor­haben als ,, Wärmehalle" bezeichnet. Es wurde ausdrücklich der Befehl gegeben, diese Stätte des Massenmordes auch fer­nerhin mit dem harmlos erscheinenden Namen ,, Wärmehalle" zu benennen.

Doch die dort begangenen tausendfachen Niedermetzelungen ließen sich auf die Dauer nicht vor der Öffentlichkeit ver­heimlichen; die ,, Wärmehalle" verriet nicht nur den Lager­insassen, sondern auch den gesamten Bewohnern Oranienburgs und der weitesten Umgebung, durch die Tag und Nacht die Luft verpestenden Rauchschwaden, die von den verkohlten Lei­chen herrührten, welche furchtbaren Verbrechen von der Her­renrasse begangen wurden.

Wenn die Außen- Arbeitskommandɔs durch die Straßen Ora­nienburgs zogen, dann riefen ihnen die Schulkinder zu: ,, Der Gestank von Eurem Räucherofen ist nicht auszuhalten; wie viel Menschen hat denn heute die SS geschmort?" In den Blicken der Erwachsenen zeichnete sich Schrecken und Erbitterung; zuweilen ließen sich Flüsterworte vernehmen, die den vorbei­ziehenden Häftlingen galten: ,, Ihr Armsten, was habt Ihr dort alles zu erleiden!"

Je stärker im Lager die Kurve der Morde anstieg, umso besorgter wurde die Herrenrasse, daß auch diese Tatsachen nach außen drangen. Dem summarischen Hinmorden folgte sehr bald auch die summarische Benachrichtigung an die An­gehörigen, und zwar zunächst für die der Ostarbeiter.

Der nach der Kapitulation in Flensburg durch Selbstmord geendete SS- Brigadeführer Glücks erließ an sämtliche Kon­zentrationsläger nachstehendes Rundschreiben:

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,, Ich weise nochmals ausdrücklich auf die Benach­richtigung der Angehörigen von verstorbenen K.- Lager- In­sassen hin. Es ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen, daß die Leitung der K.- Lager Angehörige von verstorbenen Ostarbeitern und Bewohnern der besetzten Ukraine direkt benachrichtigt haben. Ich weise deshalb ausdrücklich noch­mals an, daß Sterbenachrichten an die zuständigen Polizei­stellen zu erfolgen haben, die andererseits den Arbeitsämtern

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