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. Was ich im Laufe des Tages während meiner Besuche in allen mir zugänglichen Baracken gesehen, gehört nud. erlebt hatte, fand Aufnahme in meiner rotfarbigenEilmappe der Politischen Abteilung, die selbst nicht einmal ein SS-Block- führer durchschnüffelte, weil sie für ein amtliches Portefeuille des Kommandanten gehalten wurde; ich war tabu, was im KZ schon etwas heißen mochte. Außer belanglosen Formularen war nichts von Wert oder einiger Bedeutung in der Eilmappe, wenn von kleinen unlesbaren Notizen am Rande abgesehen wurde Für mich aber hatten sie ungeheuren Wert und nur ich konnte sie lesen, denn ich hatte dieselben in der Rollerschen Stenographie niedergeschrieben, die in unserer heutigen Zeit keiner verstand.

Zu Emil Büge brachte ich im Laufe des Tages die je- weilige Ausbeute an Erlebnissen, welche er mit den von ihm selbst aufgegriffenen Neuigkeiten in einer Geheimkartei ver- barg. Auf kleinen Blättchen machte er dann in winzig kleiner Schrift Notizen mit Tusche, die unbedingt waschecht war. In ein selbstfabriziertes Brillen-Etui klebte er Blatt auf Blatt hin- ein, bis kaum noch die Brille drin Platz fand. Im Laufe der Jahre hatte Büge etwa zehn dieser Etuis vollgeklebt, in jedes Etui eine defekte Brille hineingetan und abgewartet, bis von einem zuverlässigen Politischen bekannt war, daß er entlassen wurde. Diese Abgänge nahmen die harmlosen Etuis mit den unbrauchbaren Brillen unbehelligt mit in die Freiheit und lie- ferten dieselben bei seinen Freunden oder Familienangehörigen ab. Selbst einige zuverlässige SS -Leute haben gegen Bezahlung die Brillen-Etuis mitgenommen und auch abgeliefert.

Als dann Mitte April 1943 bekannt wurde, Emil Büge sollte an Hitlers Geburtstag entlassen werden, standen wir beide vor der Schwierigkeit, mindestens vier Brillen und einen Haufen unpräparierter Tagebuchblätter durch die KZ-Kontrolle zu bringen. Zwei Brillen ließen sich pro Mann immer recht- fertigen und diese zwei Brillen nahm Büge selbst mit. Alles andere packte ich seelenruhig in meineEilmappe, die mich am Vormittag des Entlassungstages ia die Kommandantur be- gleitete.e. Passieren konnte ohnehin nicht viel, denn dort herrschte Geburtstagsstimmung bei reichlicher Alkoholika im Führerheim.

Die zur Entlassung Kommenden, etwa ein Dutzend an der Zahl, hatten sämtliche Kontrollen mit ihrer Habe passiert und warteten nunmehr in der Politischen Abteilung der Komman- dantur auf die Aushändigung ihrer Papiere und der Fahrkarte. Während die nun heimkehrenden KZler im Zimmer ihre Un- terschrift leisteten, hatte ich Gelegenheit, die im Vorflur stehen- den Koffer zu mustern. Büges Koffer hatte eıne Seitentasche, die den Rest unserer bis dato gesammelten Tagebuchblätter aufnahm. Ein kurzer, letzter Händedruck an die Entlassenen, die von einem SS -Wachtposten durch die Postenkette nach Oranienburg geleitet wurden; sie waren IN Freiheit, jedoch

nur bedingt.

. Zwei Jahre noch mußte Arbeit des Tagebuchführens se

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ich auf diesen Tag warten. Die tzte ich fort bis zur Kapitulation.