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der Heimat, also an die außerhalb des Lagers wohnenden Ver- trauten.

Jeder Brief wurde zensiert, und wenn er auch nur den Verdacht erregte, daß irgend etwas zwischen den Zeilen ver- raten werden konnte, das der K7-Zensur nicht zusagte, so ging der Brief zurück, und der Briefschreiber erhielt zumindest eine Briefsperre zudiktiert. Ins Lager kommende Briefe von Angehörigen usw. unterlagen ebenfalls einer sehr strengen Kon- trolle,; unzählige Briefe wurden derart zerschnitten ausgehändigt, daß der Leser nicht den geringsten Zusammenhang finden konnte. Vielfach erfolgte nur die Aushändigung des leeren Briefumschlags.

Das Hinausschmuggeln von Briefen hatte gleichfalls seine Schwierigkeiten; es war schwer, zuverlässige Boten zu finden, die den Brief weiterbeförderten, zudem mußte damit gerechnet werden, daß die Post der Angehörigen durch die Gestapo unauffällig zensiert wurde. Der illegale Briefschreiber im KZ wurde zum Strafrapport bestellt und erhielt eine Prügelstrafe, wobei bis 25 Hiebe ausgeteilt wurden.

Die Nachrichtenübermittlung von und zum KZ gestaltete sich schon besser, da die Außenkommandos mit Zivilarbeitern auf den Arbeitsplätzen zusammenkamen und dort Verständnis bei gleichgesinnten Politischen fanden. Sehr bald bildete sich überall ein Vertrauensverhältnis heraus, das uns im Lager zu- statten kam. Auch die Außenwelt erfuhr auf diesem Wege etwas über die Wahrheit in den KZ. Es blieb jedoch auch der Lagerleitung nicht verborgen, daß das Zusammenarbeiten von Häftlingen und Zivilarbeitern die Lüftung der Lagergeheim- nisse förderte oder begünstigte. Daher wurde angeordnet, dab recht häufig die Häftlinge auf den Außenkommandos wech- selten, soweit sie Politische waren. Diese Maßnahmen fruch- teten jedoch sehr wenig, denn es fanden sich immer wieder neue Anknüpfungspunkte, und der Kreis der Vertrauten ‚außer- halb des Lagers erweiterte sich ständig und wuchs mit der Sympathie für die KZ-Häftlinge und der sich in allen Be- volkerungskreisen mehrenden Abneigung gegen Faschismus und Nazismus.

Mit der Erweiterung der Eigenbetriebe im Lager wuchs auch die Zahl der Facharbeiter für Spezialbetriebe, wie Elek- trotechnik und das Gebiet der Radiofonie. Die Nachrichten- wagen der Wehrmacht wurden in den SS -Betrieben überholt; unter den Häftlingen waren nicht die schlechtesten Spezialisten in diesem Fach. In den Nachrichtenwagen wurden die aus- ländischen Sender abgehört und die Vertrauensleute im Lager weiter verständigt, So wurden wir in den engsten Kreisen doch unabhängig von den Goebbelsschen Tiraden, dem ewigen Geschwafel eines Hans Fritsche und den OKW -Berichten, die eigentlich nur Legenden und Märchen brachten,

Vom Empfang bis zum Senden war nur noch ein Schritt, und im Sommer 1941 wurde in Sachsenhausen die Errichtung

eines Geheimsenders vorsichtig eingeleitet. Die benötigten Ein--

richtungsgegenstände wurden aus den Beständen der umfang- reichen Radiowerkstatt beschafft; die besten Radiofachleute,

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