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Die bisher von Bergen- Belsen nach Sachsenhausen gelangten Auskünfte waren sehr widersprechend. Von der Lagerführung wurde durch ihre BVer- Spitzel ausgestreut, daß es in dem neuen Lager ausgezeichnet sei, gute Unterkünfte, reichliche Verpflegung wäre vorhanden und besonders für die Kranken und Arbeitsunfähigen würde das Beste getan.
Man müßte nicht so lange im Lager gewesen sein, um zu wissen, was davon zu halten sei, wenn die SS den Häftlingen vorgaukelte, für sie würde ein Sanatorium bereitgestellt oder gar der Himmel auf Erden. Für alle hatte man nur die Hölle auf Erden geschaffen. Die den Politischen im Lager zugegangenen vertraulichen Informationen ließen erkennen, daß die Vermutungen und Auskünfte über denkbar schlechteste Zustände in Bergen- Belsen die richtigen waren.
Die Lagerleitung hatte den BVer- Lagerältesten Beier und dem BVer Alfred Flegel als Arbeitseinsatzleiter neben weiteren BVern die Vollmacht erteilt, nach eigenem Ermessen die Leute für den Transport auszusuchen, und diese BVer brachten es denn auch fertig, in erster Linie die Politischen zu verfrachten und in den sicheren Tod nach Bergen- Belsen zu jagen, wo alle elendiglich umkamen. Unter ihnen waren Prof. Johs. Verweven aus Bonn und der soz. Abgeordnete Klemens Högg aus Monats Februar 1945 waren fast
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zugezogen hatten und denen die Beine amputiert weruen ten. Bei der Obduktion im Lager Verstorbener zeigte sich, daß die Verdauungsorgane verkohlt waren.
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Als die Bomben die in der Nähe Sachsenhausens gelegenen Arbeitsläger Auer usw. zerstört hatten, mußten die dort beschäftigten Häftlinge( Frauen) mit im Lager Sachsenhausen aufgenommen werden; man brachte sie in der Isolierung unter, samt den Kindern, die sie bei sich führten. Unaufhörlich ging auch hier der Todesengel durch die Reihen und holte die Opfer in sich steigerndem Umfange. Daneben arbeitete die Gaskammer weiter auf hohen Touren dank der Selektion des Rapportführers Böhm und seines Gehilfen Horst Hempel . Wenn ihre Tätigkeit im Lager eine recht lebhafte war, so wußten die Eingeweihten, daß im Krematorium der Hauptscharführer Moll Moll mit seinen SS - Schinderknechten seines Amtes waltete. hatte seinen Weg über alle großen KZ genommen, um dort die Massenvergasungen der Konzentrationäre durchzuführen.
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