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nach Goebbelscher Propaganda aus, als der Krieg gegen die Sowjet- Union etwa vierzehn Tage gedauert hatte. Für die Hitlerschen Armeen gab es praktisch und faktisch nichts mehr zu tun; es konnte sich eigentlich nur noch um eine Polizeiaktion handeln, um eine Säuberung vergessener Ecken und Winkel. Am treffendsten glossierten die Politischen die Situation: Hitler braucht nur noch eine Kolonne Straßenreiniger mit Besen aus­zurüsten, um den Kriegsschauplatz reinzufegen!

Auf die kritisch urteilende Lagerbelegschaft machten diese voreiligen Siegesnachrichten, an denen sich nur die SS be­rauschte, nicht den geringsten Eindruck; für sie stand fest, daß nach Eintritt Sowjet- Rußlands in den Krieg Hitlers Schicksal nicht mehr aufzuhalten sei und vielleicht in Monaten schon mit einem Kriegsende und der Vernichtung der Nazis zu rech­nen war. Doch wurde es für die Politischen eine lange Warte­zeit, und dennoch haben sie die Hoffnung und den Mut nicht verloren, als sich der Krieg immer mehr und mehr in die Länge zog, und die deutschen Truppen immer weiter in Ruß­ land vordringen konnten.

In den letzten Augusttagen 1941 langten in Sachsenhausen die ersten russischen Kriegsgefangenen an, etwa 2000 an der Zahl, die in der Isolierung untergebracht wurden. Man wun­derte sich darüber, daß Kriegsgefangene, die dem Schutz der Genfer Konvention unterstanden, in das KZ gebracht wurden, und noch größer wurde das Erstaunen, daß die eingebrachten Kriegsgefangenen einen außergewöhnlich hohen Prozentsatz an schulpflichtigen Jungen aufwiesen, was der SS Veranlassung gab, zu behaupten, die Russen hätten bereits die Schulkinder zum Kriegführen herangezogen, weil es an Soldaten mangelte. Erst später wurden wir darüber aus anderen Quellen und von den Gefangenen selbst informiert, daß man einfach die Schulen geschlossen hatte und die Schüler einfing, um die Zahl der Gefangenen recht hoch erscheinen zu lassen.

Der erste Transport umfaßte 448 Russen vom Stalag 315, davon 426 Juden und 22 Soldaten. Drei Tote wurden gleich­falls mit abgeladen. In dem Transport waren ein Junge von 14 Jahren und vier weitere von 16 Jahren. Dieser Transport wurde in der Politischen Abteilung noch kartenmäßig erfaßt, und konnte dort festgestellt werden, daß die ,, Zugänge" aus der Gegend von Minsk stammten, zumeist von Lebedewo, Grodno , Roszany, Oszniany, Dubrow usw. Beim Empfang stellten sich ein: der Lagerführer Suhren, die Rapportführer Campe und Nowacki sowie die Blockführer Häring, Keßler, Knittler, Zwejn und Fickert.

Da die Russen der deutschen Sprache nicht mächtig waren und deshalb auch nicht auf gestellte Fragen der SS Antwort gaben, hagelte es auf die Unglücklichen Fußtritte und Knüppel­schläge. Der Lagerführer Suhren verfügte, daß die ausgehun­gerten Russen auch im Lager nichts zu essen erhielten. Man trieb sie in einen Block zusammen, wo sie ohne Matratzen oder Decken, nur mit ihrem dürftigen Zeug bekleidet, auf dem Fuß­boden kampieren mußten. Am nächsten Morgen waren sieben Tote zu verzeichnen.

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