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Die Zusendung der Urne mit den Aschenresten erfolgte auf Anfordern der Angehörigen. Während in den ersten Jahren die Zusendung noch gegen Nachnahme( RM 4,75) erfolgte, wurde späterhin keine Gebühr mehr erhoben. Als durch Epidemien und Massenmorde die Zahl der Toten ins Unermeßliche stieg, wurden keine Urnen mehr verschickt, sondern die Asche wurde als Düngemittel verladen. Es soll nicht verschwiegen werden, daß die den Angehörigen zugesandte Urne nicht die Asche des verstorbenen Familienopfers enthielt, sondern einfach vom großen Haufen in die Urne getan wurde. Pietät der braunen Pest!
In den ersten Jahren des Bestehens des KZ Sachsenhausen wurden die Sterbefälle beim Standesamt Oranienburg registriert und dort auch die Todesbescheinigungen ausgefertigt. Als sich jedoch die Todesfälle durch die Massenmorde der SS in erschreckender Weise häuften, wurde es der Lagerleitung doch bedenklich; denn den Zivilangestellten des Standesamtes Oranien burg mußten diese Rekordzahlen des Massensterbens auffallen, und nichts lag näher, als daß die Schandtaten vom KZ der breiten Öffentlichkeit bekannt wurden.
Um allen Eventualitäten vorzubeugen, wurde für das KZ Sachsenhausen ein besonderes Standesamt Oranienburg II in der Kommandantur errichtet. Dieses Standesamt II wurde untergebracht im Gebäude der Inspektion und unterstand dem SSHauptscharführer Klein. Von einigen vorgenommenen Häftlingstrauungen abgesehen, wurden dort ausschließlich Todesfälle registriert; denn Geburten kamen im KZ nicht vor.
Aber noch eine andere Bereicherung erfuhr das KZ Sachsenhausen im Herbst 1943: die Errichtung eines Bordells für die Häftlinge! Es geht die Sage, daß Josef Goebbels die Anregung gab, dem Sexualbedürfnis der Häftlinge entgegenzukommen. Im äußersten Winkel des Krankenbau- Bereiches hinter der Pathologie und dem Leichenkeller war dieser Liebestempel, welcher zehn Freudenmädchen in Einzelkabinen beherbergte, eingerichtet.
Das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück mußte die Mädchen stellen, und zwar sechs Germaninnen und vier Slavinnen, um von vornherein einer Rassen- oder Nationalitätenmischung vorzubeugen, die dem ,, Herren volk" selbst im KZ einen Strich durch das Gebot der Aufnordung" machen könnte. Juden schieden aus; denn sie waren schon vom KZ in die Vernichtungslager abtransportiert worden. Besuchsberechtigt waren nur solche Häftlinge, welche für ihre geleistete Arbeit Prämienscheine erhielten. Außerdem mußten sie vom Lagerführer die Erlaubnis einholen, die nur dann erteilt wurde, wenn der Liebesbedürftige in der letzten Zeit keine Lagerstrafe gehabt hatte.
Nach Erfüllung dieser Vorbedingungen konnte er dann für eine Reichsmark das Ticket erwerben, welches ihm zwanzig Minuten Liebesfreuden in den Armen der Fanny, Rosa, Felizitas und wie sie sonst noch hießen, gewährte. Durch ein Guckloch überzeugten sich abwechselnd die Lagerführer Kolb, Höhne und sonstige SS - Führer davon, daß die Liebesleute sich
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