papiere, kam der Zugang" sofort in die SK( Strafkompanie), in den Zellenbau, Bunker genannt, oder, wenn man ihm im Krankheitsfall wohl wollte, in den Krankenbau.
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Im Wohnblock erhielt er eine Belehrung durch den Blockältesten, einem älteren Häftling, dem Schreiber und dem Stubenältesten, bis ihn dann der Tischälteste in Empfang nahm. Am nächsten Morgen kamen alle zum Arbeitsdienst, um auf Grund ihrer Fähigkeiten einem Arbeitskommando zugeteilt zu werden. Der Arbeitsdienst bzw. Arbeitseinsatz lag jahrelang in den Händen eines Politischen, und erst in den letzten zwei Jahren bemächtigten sich die BVer( Berufsverbrecher Kriminelle) dieser Position, weil die SS - Lagerleitung in ihnen willige Handlanger im Denunzieren und Menschenschinden fand. Der letzte Schreiber des Arbeitseinsatzes war der Berufsverbrecher Alfred Flegel( Flögel), der seinem Namen alle Ehre machte. Er war es, der zum weitaus größten Teil mit verantwortlich war für die ,, Verfrachtung" der Häftlinge in die Vernichtungslager.
Der 1. Lagerälteste war jahrelang ein Politischer und gleichfalls der Rapportschreiber. Hier sei besonders des Lagerältesten Harry Naujoks , eines Hamburgers, gedacht, der es mit Hilfe des Rapportschreibers Rudi Große und weiterer Mithelfer in den verschiedenen Schreibstuben, dem Revier, der Politischen Abteilung, ermöglichte, durch geschicktes Lavieren gefährdete politische Kameraden vor dem Zugriff der mordenden SS zu bewahren.
Mit Hilfe gefälschter Namen und Nummern wurden nicht wenige unserer besten Kameraden vor dem Tode bewahrt. Es hatte sich inzwischen ein besonderes Fälschungssystem herausgebildet, das selbst den daran Mitwirkenden nicht bekannt wurde. Man ließ einen bereits Verstorbenen noch einmal oder wenn nötig mehrmals ,, sterben". Es war dann nur nötig, daß in der Totenabteilung der Politischen Abteilung der Kommandantur die entsprechende ,, Abbuchung" oder Umbildung vorgenommen wurde. Dieses vermochte nur der dort tätige politische Häftling. Mehrere Jahre hatte ich als alleiniger Politischer diesen ,, Vertrauensposten" inne und ließ ,, die Toten nochmals sterben", damit die Gefährdeten am Leben blieben.
Zu der Akte eines Toten- meistens eines Ausländers, der keine Angehörigen hatte- wurde der alte mit einem neuen Totenschein ausgewechselt, und die Akte wanderte wieder in die Ablage. Der gerettete Kamerad war aktenmäßig tot, und die Lagerleitung kümmerte sich nicht weiter um ihn. Nun war es Aufgabe der an der ,, Schiebung" oder richtiger Rettung des Gefährdeten beteiligten Kameraden den Überzähligen" zunächst zu verstecken, wozu die Dysenterie- Baracke der sicherste Ort war, weil selbst die SS sich nicht in diese Höhle des Todes hinein wagte. Beim Ausrücken der Arbeitskolonnen am nächsten Morgen wurde der Gefährdete in einen größeren Trupp eingereiht und bei dem flüchtigen Zählen am Tor mit hinausgeschmuggelt. Auf der Arbeitsstätte, die neben den Häftlingen auch Zivilisten, d. h. freie Arbeiter, aufwies, wurde der Gerettete einem vertrauenswürdigen zivilen Arbeiteskollegen übergeben, der im Laufe des Tages für einen Zivilanzug und Gelder Sorge
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