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13. Kapitel
Die Konzentrationsläger sind keine Schande, im Gegenteil, sie sind ein Schmuck der Kultur. Hier werden die mißratenen Elemente mit ausgesuchter Freundlichkeit zu wirklichem Leben und nützlicher Arbeit erzogen. ,, Fränkische Tageszeitung".
Nach Art eines Gemeinwesens war auch das Konzentrationslager aufgezogen; denn es war für alles denkbare eine Verwaltungsabteilung vorhanden und in gewissem Sinne durfte man auch von einer ,, Selbstverwaltung" sprechen mit der Lagerleitung als ,, Aufsichtsbehörde". Weshalb und woher die Politische Abteilung ihren Namen erhielt, ist nicht ersichtlich; denn sie hatte im eigentlichen Sinne die Aufgaben eines Meldeamtes oder einer Bürgermeisterei zu erfüllen, wo alle Fäden zusammenliefen. Alle Neuankömmlinge ,,, Zugänge" genannt, wurden hier erfaßt und registriert; sie erhielten ihre Häftlingsnummer, die sie während der Lagerzeit behielten. Es wurde eine Akte mit Karteikarte angelegt, Personalbogen und den sonst mitgebrachten Papieren, wie etwa Schutzhaftbefehl und Sonderanweisung der einweisenden Gestapo oder Kripo. Später fügte die SS in der Kommandantur weitere Schriftstücke hinzu, die den Häftlingen nicht bekannt werden durften.
Automatisch durchwanderte der ,, Zugang" die Effektenkammer zur Abgabe seiner Habseligkeiten, und erhielt anschließend ein Bad, nachdem ihm zuvor die Haare geschoren wurden. Dann wurde ihm die Zebrakluft verpaẞt mit dazugehörigem Unterzeug, Stiefeln und Mütze im Winter gab es auch noch Ohrenklappen und Fausthandschuhe und wenn Vorrat vorhanden, einen Mantel. Das eigene Zeug kam in einen Kleidersack und wanderte in die Desinfektion, so daß auf den ersten Blick jeder den Eindruck gewann, daß alles wie am Schnürchen ging wie beim Kommiß. Angetan mit der Häftlingskluft wurde er einem Wohnblock zugeführt, je nachdem er als Politischer, Krimineller, Asozialer, Jude, Bibelforscher usw. eingewiesen wurde. In Sonderfällen, It. Einweisungs
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