in Flensburg - Mürwik vorstellig zu werden. Da ich das militär­pflichtige Alter längst überschritten hatte, so konnte der Zweck dieser Vorladung nur im Zusammenhang mit meiner Reise nach Island gesucht werden.

Mein Tip, daß man etwas über Island erfahren wollte, war richtig. Ich wurde recht freundlich und zuvorkommend empfangen und wanderte von einem Zimmer ins andere, denn jeder wollte etwas erfahren. Ebenso freundlich und zuvor­kommend bin ich mit meinen Antworten ausgewichen und habe im allgemeinen nur über Landschaft, Wasserfälle und Geyser gesprochen, was übrigens auch in der Literatur über Island nachzulesen war.

So wurde ich dann gebeten, nach Kiel zu fahren und mich bei einem Korvettenkapitän Lemke zu melden, der mit seinem Stabe in einer Villa in Kiel - Düsternbrock residierte. Auch hier wieder ein überaus zuvorkommender Empfang. Die gestellten Fragen bewegten sich im gleichen Rahmen, wie in Flensburg­Mürwik. Man wußte, daß ich beruflich an der Küste Islands zu tun gehabt hätte und wünschte einiges zu erfahren über etwaige militärische Anlagen oder Anlandungen von Gütern usw. fremder Schiffe, wie dort der Empfang im Radio sei, ob die Störungen durch Nordlicht erheblich seien und welche Nach­richten auf Island am meisten gehört würden. Auf alles gab ich Antworten, mit denen die Offiziere nichts anzufangen ver­mochten.

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Inzwischen fuhr ein Wagen vor und ein Offizier brachte mich zum Oberkommando der Marinestation Ostsee, wo ich mit einer Anzahl Marine- Offizieren bekannt gemacht wurde. Ob ich wohl dänische, norwegische und isländische Sender ab­hören könne, wünschte man in der Nachrichten- Abteilung wohin ich geführt wurde zu wissen. Wenn ja, so würde man mich sofort bei der Nachrichten- Abteilung in Dienst stellen. Allerdings müßte ich dann den Verkehr mit der Außenwelt abbrechen und könne nur unter Zensur schreiben und Besuch empfangen, was einer freiwillig auf sich genommenen Gefängnis­haft gleichkam.

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Bei diesem Punkte glaubte ich zweckmäßig einwenden müssen, daß mein Gehör nicht so gut sei und ich infolge eines Ohrleidens, welches mich stark behinderte, nicht in allem folgen könne, was gesagt würde. Mir wurde eine erstklassige ohrenärztliche Betreuung in Aussicht gestellt und wurde ich gebeten, mich innerhalb einer Woche zu entscheiden, ob ich gewillt sei, diese erstrangige Vertrauensstellung zu über­nehmen. Gleichzeitig drückte man mir ein Schreiben in die Hand mit der Bitte, es nach Durchsicht mit meiner Unterschrift zu versehen und dann der darauf verzeichneten Adresse zuzu­senden; alsdann würde diese alles automatisch regeln. Ich nickte, empfahl mich und fuhr mit der Straßenbahn zum Bahnhof.

Unterwegs las ich das Schriftstück durch; es war ein Auf­nahmeformular, durch welches ich um Aufnahme als Mitglied bei der Naz.- Soz. Propaganda- Gaustelle nachsuchen sollte. Dann sollte ich bekunden, daß ich nicht politisch vorbestraft sei ( kriminelle Strafen waren also kein Hinderungsgrund), fest zur

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