von ihm gehört. Das Konsulat war verwaist und die Geschäfte wurden einstweilen vom Konsulatssekretär Haubold wahrge­nommen.

Doch schon nach wenigen Tagen ging das Gerücht um, daß ein neuer diplomatischer Vertreter kommen sollte, und zwar würde das Konsulat in ein General- Konsulat umgewandelt. Großbritannien , Dänemark , Schweden , Norwegen unterhielten auf Island Generalkonsulate, auch Frankreich beabsichtigte sein Konsulat in ein Generalkonsulat umzuwandeln; da konnte Hitler mit seinem ,, Großdeutschen Reich" keineswegs zurückstehen, zumal er schon Österreich geschluckt hatte. Zwar hatte er Kummer mit dem österreichischen Konsul auf Island , weil dieser ,, Adolf" nicht als seinen Gebieter ansah und auch aus diesem Grunde weder die Akten noch Dokumente hergab, sondern ihm sagen ließ, er möge sich das Archiv selbst holen. Endlich vernahm man auch den Namen des deutschen Ge­neralkonsuls, der alsbald erscheinen sollte; es war ein Professor Gerlach aus Jena . Nach einigem Rätselraten wurde ermittelt, daß der Professor Gerlach ein Intimus von Wilhelm Gustloff in der Schweiz gewesen sei. Nach dem dort erfolgten gewaltsamen Tod Gustloffs hatte die Schweiz den Professor Gerlach abge­schoben und nun sollte er als Generalkonsul die Belange des Hitlerreiches in Island wahrnehmen. Am 16. April langte der neue Diplomat nebst Frau, zwei Töchtern und einem weiblichen dienstbaren Geist in Reykjavik an. Man konnte ihnen die See­reise ansehen, denn die ,, Dronning Alexandrine" mußte schwer Schlagseite gehabt haben. Vielleicht hatten Professor Gerlach auch die erneut auftauchenden dunklen Wolken am politischen Himmel stark beeindruckt, denn es sah wieder einmal sehr nach kriegerischen Verwicklungen aus, wie den Nachrichten des Senders Reykjavik zu entnehmen war.

Nach Überreichung seines Beglaubigungsschreibens bei der isländischen Regierung stürzte sich der Generalkonsul sofort in die Arbeit, Arrangierung der Feier von Hitlers Geburtstag am 20. April. Die Feier mußte um einen Tag vorverlegt werden, um nicht mit dem isländischen ,, Sumarid- Daginn", dem Som­meranfang in Island zu kollidieren. Obwohl der Generalkonsul mich persönlich einlud, bedauerte ich, wichtiger geschäftlicher Besprechungen wegen, ablehnen zu müssen. Mein Bedarf an Nazi- Tamtam war mehr als reichlich gedeckt, zudem hatte ich die Prise vom ,, Heldengedenktag" im März noch nicht ver­wunden, obwohl ich noch während der Begrüßungsrede das Guttemplerhaus, wo die Feier stattfand, verließ.

Während die Nazis ihrem Führer aus dem hohen Norden ihre Ergebenheits- Adresse telegraphierten, erfuhr ich im ,, Hotel Borg", daß die politische Lage außerordentlich ernst sei und alles darauf hindeutete, daß Hitler den Krieg heraufbeschwor. Zwar saß ich wohlgeborgen im höchsten Norden, aber es ging ja nun am wenigsten um mein eigenes Schicksal. Nach einer anderen Lesart war die Lage noch nicht so ernst, denn meine Frau hatte noch ohne Schwierigkeiten einen Paß für Island visiert erhalten und konnte ich sie mit dem nächsten Schiff ,, Gullfoss " erwarten.

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