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einen Flugzeugstützpunkt zu erzwingen. Dr. Timmermann wies darauf hin, daß hier ausschließlich die isländische Regierung das Bestimmungsrecht habe. Darauf ließ Dr. Best durchblicken, daß diese Ablehnung des deutschen Ersuchens ihm( Dr. T.) wohl unangenehm zu stehen kommen könne.

Auf Dr. Timmermann machte diese versteckte Drohung keinen großen Eindruck, im Gegenteil, er erging sich in Witzen und Anekdoten über Hitler, Goebbels , Göring und weitere Ge­folgsmänner der Regierung und der Nazipartei, was mich ver­anlaßte, ihm beizupflichten und auch meinen nicht geringen Vorrat an Naziwitzen zum Besten zu geben. Im Verlaufe der Unterhaltung kam auch eine deutsche Zeitungsmeldung zur Sprache, derzufolge Himmler behauptete, daß die SS von den Wikingern abstamme und er beabsichtige, durch Ausgrabungen auf isländischen Grabstätten den Nachweis für seine These zu erbringen.

Wir verfehlten nicht, Dr. Best zu sekundieren und ihm zu sagen, wenn etwa ein Schädel mit einem Goebbelskiefer, oder ein Klumpfuß und ein weiterer Schädel mit kleiner Stirnhöhle gefunden würde, der Nachweis der Abstammung doch schon als teilweise erbracht angesehen werden könne. Die räube­rischen Überfälle der Wikinger auf friedliche Völker hätten zu­dem eine verteufelte Ähnlichkeit mit den Plünderungen und Aus­schreitungen der SS, so daß man wohl auch hieraus auf irgend­eine Verwandtschaft schließen könne. Verärgert über diese Glossen, brach Dr. Best die Unterhaltung ab und stierte in eine Zimmerecke, um vielleicht einen anderen Gesprächsstoff zu finden.

Als bei einem flüchtigen Blick auf die Bibliothek des Kon­suls Dr. Best die Werke Heinrich Heines in der vordersten Reihe fand und von Dr. Timmermann hören mußte, daß er diesen Dichter besonders hoch schätze, da war es mit der Ruhe des Dr. Best vorbei. Nicht einmal ,, Mein Kampf " und der ,, My­thos des 20. Jahrhunderts" fand sich im Besitz des Konsuls. Es war also die höchste Zeit, daß Dr. Best sich hier im Norden einmal nach dem weltvergessenen Vertreter umsah, den man seit der ,, verfl... Systemzeit" noch auf diesem Posten belassen hatte.

Daß Dr. Best die Ablehnung des Stützpunktes besonders wurmte, läßt sich am besten verstehen, wenn man erfährt, daß Göring schon im Vorjahre, also 1938, mit einem Geschenk für die Isländer aufwartete, um sich deren Sympathien zu sichern. Er schenkte ihnen nämlich ein Wasserflugzeug, wel­ches hauptsächlich die Strecke Reykjavik- Akureyri beflog. Daß Göring hier vergebens mit der Wurst nach dem Schinken ge­worfen hatte, mußte auch Dr. Best nahe gehen. Er fand also auch in Island das Sprichwort bestätigt, daß Undank der Welt Lohn ist.

Mit dem nächsten Dampfer verließ darum auch Dr. Best das ungnädige Land; nur die beiden Meteorologen blieben, um dort ihres Amtes als Wetterfrösche zu walten. Nach wenig Tagen erhielt Dr. Timmermann seine Abberufung als Konsul, er mußte sich in Berlin melden. Ich habe später nichts mehr

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