nach der Hand der Gefährtin, als wir das große Labyrinth verlassen, das dieses Tribunal umschließt wie unbekannte Adern das göttliche Herz der Geschichte,
Die Straßenbahn kreischt. Vor rötlichen Renaissance- Trümmern strahlt eine weiße Narzisse. Ich spüre die Losung des kommenden Tages: Über allen Wahnsinn siegt der klare Mut.
Wir haben den Tod überlistet. Aber haben wir uns selbst überwunden? Wir waren unserer Mitwelt lange entfremdet und sehen jetzt Deutschland wie durch ein Fernrohr in weitem Ab- stand vor uns liegen, es sieht mit allen seinen erloschenen Kratern wie eine Mondlandschaft aus. Durch die kalten Splitter des Gewesenen kriechen die Dämonen und suchen verstummte Seelen, sie aufs neue zu Besessenen zu machen. Laßt uns Widerstand leisten, wenn die Verführer wieder anstürmen. Die Dämonen hatten uns mit Ketten gebunden, nun sind wir frei und wollen sie auf immer verbannen, Seien wir tapfer, wem uns die Teufeleien der Tiefe wieder umbuhlen. Die Dämonen kommeir heute manisch und morgen depressiv, sie blähen uns heute zum Größenwahn und erniedrigen uns morgen zur Ver- zweiflung. Darum wollen wir den nüchternen Mut zur Vernunft und zum Fortschritt in uns stark machen. Wir wurden von Fremden befreit, aber nun müssen wir uns selbst befreien. Wir‘ wollen die Dämonen austreiben, die Welt verändern und die Menschen-vom Wahnsinn heilen, u
Ich pflücke die weiße Narzisse am Straßenrand, ich reiche sie’ der Gefährtin meines Glücks und meiner Leiden. Die weißen Blütenblätter seien reine Segel in die Zukunft. Dieser rote Ring darum beschließe das Bekenntnis: Wir widerstehen dem alten Wahn. Wir haben den neuen Mut zur Menschenliebe.


