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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Weil man sich vor einem Prozeß gegen Thälmann , dem General­sekretär der Kommunistischen Partei Deutschlands , dem unerschrok­kenen Kämpfer gegen Faschismus und Krieg, fürchtete, hielten ihn die faschistischen Mörder zwölf Jahre lang ohne jedes Gerichtsurteil hinter Zuchthausmauern, um ihn in der letzten Phase ihres Zusammen­bruchs brutal zu ermorden.

In memoriam Pfarrer Schneider

Unter all den Tapferen, die bis in den Tod getreu waren, bist du nicht der Letzte, Pfarrer Schneider. In Ehrfurcht und Bewunderung haben wir, deine Kameraden, die heroische Sittlichkeit deines Herzens empfunden. Wenn wir auch unter einem anderen Gesetz antraten zum Kampf gegen die faschistische Bestie, wenn wir auch die Erlösung von dem Übel nicht im Christentum sahen, sondern im Kampf um eine diesseitige bessere Welt, so warst du uns doch wahrhaft ein Bruder und wir dir in brüderlicher Liebe zugetan. Deine Leiden waren unser aller Leiden, dein Tod unser aller tiefer Schmerz. Deine Liebe zur ganzen leidenden Menschheit, deine Liebe zu den Erniedrigten und Beleidig­ten, deine Liebe zu all den namenlosen Helden und unschuldigen Opfern dieses wahnsinnigen Systems ließ dich selbst zu einem Helden und Märtyrer werden, würdig jener großen legendären Gestalten, die in den Toren Roms zur höheren Ehre cäsarischen Wahns ihren Glauben mit dem Tode besiegelten. Dein unbeirrbarer Glaube an eine endgül­tige Gerechtigkeit verbot dir kategorisch jede Kompromißlösung, die dir die feigen faschistischen Henker, bezwungen von der gläubigen Standhaftigkeit deiner Seele, oft genug anboten. Wir haben es alle täg­lich gefühlt, daß es für dich keinen anderen Weg gibt als den in den Tod, und unsere Herzen sind in Stolz und Trauer mit dir gegangen. Und in Stolz und Trauer gedenken wir, die wir dem Sterben entronnen sind, heute deiner. So darf ich auch heute als Kommunist deine Ge­schichte all denen erzählen, die Ohren haben zu hören, und ich weiß mich eins mit dir, wenn ich sage: Dein Tod legt unsere Hände inein­ander.

Ich weiß heute die Daten nicht mehr, denn das Erleben in seiner ganzen düsteren Wucht ist nicht in wesenlose Zahlen zu zwängen. Ich

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