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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
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Lager­nierte: durch Kon­

erleben

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Von demselben Geist waren auch die Reden getragen, die ehemalige Häft­linge aller Nationen in der Sprache ihres Landes von der Tribüne aus hielten, wo die Symbole der drei großen Alliierten über dem Ganzen leuchteten.

Eine Pantomime veranschauli hte noch einmal den blutigen Weg des Nazis­mus im Leben der Völker und unserem vergangenen Leidensdasein. Unter den Klängen der Freiheitslieder marschierten wir an den Offizieren der alliierten Mächte vorbei unseren Ausgangspunkten zu.

Dieser Tag hatte mir die schönste und eindrucksvollste Maifeier meines Lebens geschenkt.

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Kurze Zeit dauerte es noch, bis alle Formalitäten erfüllt waren, und die endgültige Abreise in die Heimat vor sich gehen konnte. Täglich zogen schon große Transporte ab. Herzlich waren die Abschiedsreden, die der jeweilige Vertrauensmann hielt. Immer und immer wieder wurde dabei den deutschen Kameraden Dankbarkeit für ihr mustergültiges solidarisches und kamerad­schaftliches Verhalten bezeugt. Stets kam die Anerkennung zum Ausdruck, daß es die deutschen Kameraden waren, die sich in aufopfernder Weise und großer Selbstlosigkeit oft schützend vor die Gesamtheit st llten, wo und wie es nur im.ner in dieser Hölle menschenmöglich war. Das zu hören, war ein schönes Gefühl, im Gegensatz zu der Stimmung der Menschen draußen in der Welt, wo der Haß gegen alles Nazi- Deutsche in den Seelen der Völker brannte. Diese gegenseitige glückliche Verbundenheit, die in den Abschieds­reden zum Ausdruck kam, war uns jedenfalls der Beweis, daß in Zukunft die Verständigung von Volk zu Volk von dem gleichen Geiste beseelt sein würde, der uns erfüllte.

Hiervon durchdrungen, verließen alle Antifaschisten das ehemalige Konzen­trationslager Buchenwald und kehrten in die Heimat zurück, wo ihrer große und schwere Aufgaben harren. die dem Frieden, der Freiheit und Wohlfahrt dienend, bewältigt werden müssen und auch furchtlos gemeistert werden.

Keine Zeit ist so schwer und

keine Not ist so groß,

als daß sie nicht der Mensch

im Glauben an das Gute

und an sich selbst

überwinden könnte.

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mit Blut

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