war von einem grünen, mit roter Schleife geschmückten Kranz umrahmt. Schweigend formierten sich die einzelnen Blocks und marschierten auf den Appellplatz. Schweigend stand hier Zug neben Zug. In der Nähe des Obelisken hatte unsere Lagerkapelle Aufstellung genommen, die heute das erste Mal freiwillig spielen würde.
Trauermusik ertönte zur Eröffnung der Gedenkstunde. Bei ihren Klängen entblößten sich die Häupter vor den 51 000 Toten von Buchenwald .
Alles verharrte in tiefstem Schweigen.
Das Mikrophon übertrug die Feier durch Lautsprecher in alle Blocks, wo die Kranken, Gebrechlichen und Schwachen lagen, um auch sie daran teilnehmen zu lassen.
Mancher Kamerad, der Jahr für Jahr neben uns schritt, war nicht mehr. Kein Stäubchen Asche war von ihm zu finden.
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In stummer Trauer gedachten wir unserer Leidensgefährten, die den Tag der Freiheit nicht mehr erleben durften. Eine kurze, innige Gedenkrede wurde in den Sprachen aller anwesenden Nationalitäten gehalten. Still marschierten wir zu unseren Blocks.
Still ging dieser Tag zu Ende.
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Hier an dieser Stelle will ich meinem Freunde Hermann ein Blatt der Erinnerung widmen und den Leser mit dem Leben, Kampf und Leiden eines aufrechten Menschen vertraut machen, der als gerader, reiner Charakter den Nazismus bekämpfte und schließlich auch eines seiner unzähligen Opfer wurde.
In meinem letzten Kommando befand sich unter anderem auch ein älterer deutscher politischer Häftling, der mir gleich am ersten Tage seiner Schwäche wegen auffiel. Ich sah, daß er, wie so mancher andere, der Arbeit nicht mehr gewachsen war, daß ihn schon die kleinste Bewegung anstrengte.
Ich ging zu ihm, um mich nach seinem Befinden zu erkundigen, wobei ich feststellte, daß er überhaupt nicht mehr arbeitsfähig war. Er war auf ,, Empfehlung" der Gestapo bei der SS besonders verhaßt und mußte arbeiten, ganz gleich, ob er konnte oder nicht. Ich versuchte daher, für ihn eine leichtere Beschäftigung zu finden, was nicht so einfach war, da es nur zwei leichtere Arbeiten gab, die aber bereits von OT- Arbeitern besetzt und nur für diese bestimmt waren. Trotzdem gelang es mir, eine Arbeit für ihn zu ,, erfinden", bei der er sich nicht zu quälen brauchte.
Im Laufe der Zeit wurde ich mit ihm näher bekannt. Er hieß mit Vornamen Hermann. Sein Familienname, der an und für sich in dieser Hölle des
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