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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
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waren. Es war Weisung ergangen, die Russen van uns strengstens getrennt zu halten. Sie wurden von der Wehrmacht bewacht.

Unsere bisherige Arbeit wurde eingestellt und alle Kolonnen zu einem Ar­beitskommando zusammengezogen, das mir unterstellt wurde. Wir bekamen eine neue Beschäftigung, die sofort meinen Verdacht weckte.

Wir sollten die rechts von unserer Unterkunft, die selbst außerhalb des ge­samten Lagerbereiches lag, befindlichen unfertigen leeren Hallen an ihrem Ende, sowie sämtliche in das weitere Bergrevier mündenden Verbindungs­wege, durch eine zwei bis drei Meter dicke Salzsteinmauer ab hließen, und zwar so schnell wie möglich. Das war der ganze Inhalt des Befehls ohne jegliche Angabe technischer Einzelheiten, die sonst für einen wirklich pro­duktiven Zweck erforderlich gewesen wären. Das schon allein machte mich stutzig. Unter Berücksichtigung aller obwaltenden Umstände war nur die logische Schlußfolgerung zu ziehen, daß wir uns hier unser eigenes Massen­grab bauen sollten.

In meiner Annahme wurde ich bestärkt, als ich erfuhr, daß die auf der an­deren Seite befindlichen russischen Kriegsgefangenen nach Fertigstellung unserer Arbeit ebenfalls hier untergebracht werden sollten.

Dies alles teilte ich im engsten Kameradenkreis zur Beratung mit. Hier war man darüber zunächst geteilter Meinung, aber, wie es der Zufall will, waren wir, ein Kamerad und ich, noch am gleichen Tage ungewollt Zeugen eines Gespräches zwischen dem SS - Kommandoführer und einem seiner Unterführer von der Gestapo , wobei wir aufschnappen konnten, daß das für uns bestimmte Giftgas bereits herangeschafft wäre.

Jetzt galt es zu handeln, soweit es noch in unseren Kräften stand. Aber was tun?

-

Vom gesamten Kommando waren es, viel gerechnet, vielleicht noch zwanzig Mann, die einigermaßen fest auf ihren Beinen standen, alles andere war dem Tode näher als dem Leben. Dazu kam, daß wir keine Waffen in Händen hatten. Uns aber bewachten achtzig bis an die Zähne bewaffnete SS - Leute. Das einzige, was wir in dieser Situation tun konnten, war, durch kluge Be­rechnung im gegebenen Moment ins dunkle Innere des Bergwerks zu ent­weichen, um dann dort der weiterèn, allerdings sehr ungewissen Dinge zu harren. Um dieses aber überhaupt erst bewerkstelligen zu können, benötigten. wir immerhin einige Waffen und Gasmasken für diejenigen, die der fliehen­den Masse dann den Rücken decken mußten.

Ich gab also an meine mir unterstellten Funktionäre den geheimen Befehl, die Schlußwand der Zentralhalle zur Hälfte nur einen Stein stark lose ge schichtet zu bauen, damit im Falle der Gefahr ein einziger Mann dieses Gefüge leicht zum Einsturz bringen konnte, und somit der Ausweg frei bliebe Das war schon eine sehr schwierige und gefährliche Aufgabe, denn wir standen ununterbrochen unter Aufsicht der SS, die genau instruiert war, was wir zu bauen hatten. Doch das Vorhaben gelang.

So vergingen einige Tage. Die Hauptarbeiten waren bereits beendet. Das Artilleriefeuer, sagte man uns, wäre oben schon so deutlich zu hören, daß es

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