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"Häftling ... X ... in der Hölle auf Erden!" / Udo Dietmar
Entstehung
Seite
38
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Drittens: Der Häftling gab den ,, Sachsengruß",( wurde zuerst im Kon­ zentrationslager Sachsenburg angewandt. D Verf.) indem er drei Tage und drei Nächte mit im Nacken verschränkten Händen in der Kniebeuge ver­harren mußte.( Und wenn der Mensch vor Schwäche einmal schlapp machte, tat ihn ein SS- Mann mit der Wucht seines Kommiẞstiefels ins Gesäß, daß ihn das Steiẞbein schmerzte, der Schmerz das Gehirn durchzuckte, und er mit zitternden Knien weitersitzen mußte. Wurde er ohnmächtig vor Schwäche, dann gab es eiskaltes Wasser, das ihn wieder zur Besinnung brachte. D. Verf.) Viertens: Die in Kreuzstellung an den Boden gefesselte Person wurde durch ganze Tage und Nächte einem rhythmisch fallenden Wassertropfen aus­gesetzt, der immer an der gleichen Stelle aufschlug.( Das hatte des öfteren zur Folge, daß der Kamerad dabei wahnsinnig wurde, eine sogenannte Spritze be­kam, weil man ja Wahnsinnige im Lager nicht gebrauchen konnte. Durch diese Spritze starb er an ,, Herzschwäche" und ging dann durch den Kamin ( Krematorium) d. Verf.)

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Fünftens: Der an den Füßen aufgehängte Häftling wurde aus einer Höhe von 30 cm mehrfach auf den Kopf fallen gelassen, bis dieser unförmig ange­schwollen war. Gewöhnlich wurden dabei auch die Kreuzwirbel zerschlagen. Sechstens:( Etwas außergewöhnlich Spezialisiertes bei der SS. D. Verf.) Der Gefolterte wurde bei kältestem Winterwetter nackt angebunden und wiederholt mit kaltem Wasser überschüttet.

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Siebtens: Drei Tage absoluten Fastens, gewöhnlich in einem Häuschen verbracht, das nicht einmal als Schildwachhaus genügt hätte, und in dem der Häftling nur gebückt stehen konnte. Gewöhnlich kam es dabei zu einer Paraly­sierung der Beine.

Achtens: Besonders gern an Bibelforschern( die teilweise zu meinen besten Kameraden zählten, d. Verf.) und religiösen Kriegsdienst verweigerern wurde der ,, Fingerschnitt" geübt. Diese Folter bestand aus einer systematischen Ab­schälung von Haut und Fleisch von den Fingern beider Hände.( Ihr werdet Zeugen dieser Tortur in Deutschland noch lebend antreffen. D. Verf.) Neuntens: Lange Nadeln wurden seitlich durch beide Gesäßbacken getrie­ben.( Auch Zeugen dieser Tortur leben noch. D. Verf.)

Zehntens: Mehrere Liter kochend heißen Wassers wurden in den Darm eingefüllt. In zahlreichen Fällen, besonders in Julius Streichers Nürnberg, ersetzte die Fahrradpumpe( Luft) das kochende Wasser.

Elftens: Häftlinge wurden durch ein Deckenloch in einen türen- und fen­sterlosen Raum geworfen. Sodann wurde Wasser eingelassen, das dem Ge­marterten bis an den Mund reichte. Gewöhnlich blieben sie mehrere Stun­den in dieser Lage.( Um ihnen irgendwie noch ein ,, Geständnis", das die Ge­ stapo durch ihre grausamen Methoden nicht hatte erpressen können, zu ent reißen. D. Verf)

Zwölftens: Blutig gepeitschten Menschen wurden mit einem Stahllineal die Fußsohlen zerfleischt, dann wurden sie nackt in einen kleinen Raum gestoßen, dessen Boden und Wände zehn Zentimeter dick mit Schmierseife belegt waren. ( Der Leser kann sich vielleicht vorstellen, was Schmierseife in offenen Wunden für Schmerzen verursacht. D. Verf.)

Dreizehntens: Der nackte Häftling mußte knien, worauf ihm scharfkantige Steine in die Kniekehlen gelegt wurden; sodann mußte er sich auf die Hacken setzen und stundenlang in dieser Lage unbeweglich verharren.

Dieses ist der Auszug des mit eigenen Kommentaren versehenen Artikels der ,, Hessischen Post".

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Ich höre im Geiste noch meinen Kameraden fast dieselben Worte sprechen. Nur kamen sie leidvoller und verbitterter von seinen Lippen, denn er

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