und Kranken auf Nebenstrecken hin- und hergefahren habe, selbstverständlich bei geschlossenen Waggontüren, bis alle verhungert und erfroren waren? Wir haben nie wieder etwas von diesen Kindern gehört, auch nicht von den letzten, damals noch übriggebliebenen Kindern der östlichen Lager, die in einem Sammeltransport am 12. März 1944 vom Kaiserwald wegbefördert wurden. Außerdem war am gleichen Tage eine andere Aktion gegen die älteren Leute aus den verschiedenen Lagern, die am Abend im Lager Kaiserwald eintrafen, die ganze Nacht auf dem Appellplatz zubrachten und am Morgen, zusammen mit denen, die in unserem Lager ausgesucht worden waren, abtransportiert wurden, wie immer mit unbekanntem Ziel.
Stützpunktkommandos
Ließ sich einer der Lagerinsassen in den östlichen Lagern etwas zuschulden kommen, und man wollte seine Arbeitskraft noch ausnutzen, ehe man ihn umbrachte, so wurde er von der SS auf sogenannte Stützpunktkommandos verschickt. Es handelte sich bei solchen Kommandos um Aufräumungsarbeiten in Frontnähe und um Minensuchen usw. Sehr viele Frauen und Männer wurden verschickt, die dann nach Beendigung dieser Arbeiten umgebracht wurden. Nie kam von einem dieser Menschen ein Lebenszeichen ins Lager. Alles im Lager war auf Bestialität aufgebaut. Starb im Revier ein Häftling, mußte selbstverständlich die Kommandantur sofort benachrichtigt werden, und schon nach wenigen Minuten erschien ein besonderer Zahntechniker der SS, der vorhandene Goldzähne und-brücken den noch warmen Leichen ausbrach. Das Grauen überkam mich manchmal bei all dem, was sich zutrug. War ein Mensch gestorben, so wurden die nackten Leichen an Händen und Füßen angefaßt und wie ein Sack aus der Baracke getragen, in einen leeren Schweinestall geworfen, so lange, bis eine Autoladung zusammen war, und dann transportierte man sie ab, zur Verbrennung oder zum Verscharren im Massengrab. Nicht einmal einen Papiersack stellte die SS zur Verfügung, um die Blöße der Leichen zu bedecken.
28
E
n
P
11
G
G
V
W
fi
t
g
น
g
I


