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Sadismus oder Wahnsinn : Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten / Jeanette Wolff
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lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt war. Er liebte die Wei­ber und den Suff, er hielt sich einen Harem von hübschen Jüdinnen, die abwechselnd die Nächte bei ihm zubrachten. Wenn man von diesen Dingen absah, benahm er sich den Häftlingen gegenüber nicht schlecht. Seine Weibergeschichten interessierten die SS nicht, wohl aber, daß er von ihrem Stand­punkt aus zu den Lagerinsassen zu menschlich war, und so wurde er an das Lager Straßenhof versetzt, und der dortige Lagerälteste Hans Bruhns übernahm als Lagerältester das Lager Kaiserwald. Seine Liebste, die schon, wie erwähnt, eine charakterlose polnische Jüdin war, brachte er sich gleich mit. Dieser Hans Bruhns wollte, wie schon gesagt, als politischer Häftling gelten. Wir alle aber nahmen an, daß es sich um einen Berufsverbrecher handelte, da fast alle politischen Häft­linge den Lagerinsassen gegenüber nicht schlecht waren. Er aber war ein ausgesprochener Menschenschinder. Wegen der geringfügigsten Vergehen wurden von ihm die Männer halb­tot geschlagen, er ohrfeigte die Frauen bei jeder Gelegenheit und machte sich so bei der SS sehr schnell einen guten Namen. Außer ihm waren noch da Hannes Filsinger, auch BV.er, der die Kolonne Luftpark I führte. Er war ja keiner von den Schlimmsten, aber auch er hat rücksichtslos geschlagen, wo er nur konnte. Hannes und Bernd waren auch zwei Berufsverbrecher, deren Zunamen ich nicht weiß, die beide die Marschkolonne Spilve( Flughafen) beaufsichtigten. Wenn ich von ihnen als bedingt anständig spreche, so nur deshalb, weil Püffe, Fußtritte und Ohrfeigen von uns schon gar nicht mehr als Mißhandlungen empfunden wurden. Der Leiter des Arbeitseinsatzes war der BV.er Schlüter, auch er unterschied sich durch nichts von den Vorgenannten. Dann war noch ein politischer Häftling Hans Marr aus Düsseldorf dort, der zwar nicht so roh wie die anderen, aber auch schon von ihnen angesteckt war. Der Schlimmsten einer war Mister X., auch Berufsverbrecher, ein schönes Raubtier, gepflegt, elegant. Er war der internationale Hochstapler und Autodieb Xaver Abel.

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