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Zeugen der Wahrheit, Kämpfer des Rechts gegen den Nationalsozialismus / vom Domkapitular Joh. Neuhäusler, München
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Nationalsozialismus in seinem Kirchenhaẞ alles hervorsuchte, was er an Schmutz und Sünden in 1900 Jahren Kirchengeschichte fin­den konnte, und noch viel mehr dazu dich­tete. ,, Fallt mir nicht ab!" muß auch heute wieder gemahnt werden, da, berechtigt oder unberechtigt, Kritik geübt wird an diesem oder jenem, was Vertreter der Kirche in den Jahren des Kampfes sagten oder taten.

,, Steht fest im Glauben!"( 1. Cor. 16,3) und schaut nicht So sehr auf die Sonnen­flecken, sondern mehr nach dem herr­lichen Leuchten der Sonne selbst, mehr auf die Regel als auf die Ausnahme.

Was aber hier die Regel, die Grund­und Gesamthaltung der katholischen Kirche war und immer blieb, das hat der Generalkommissar Schmidt am 15. August 1941 in einer Geheimsitzung der national­sozialistischen Funktionäre zu Utrecht - Hol­ land klar und bestimmt mit den Worten ausgesprochen:

,, In Deutschland wie in Holland muß der Nationalsozialismus gegen drei sehr mäch­tige Kräfte den Kampf führen:

im Osten gegen den Bolschewismus, im Westen gegen die Plutokratie, im

Innern gegen die Römisch­katholische Kirche."

Was man auch immer aus zwölf Jahren an einzelnen Äußerungen, Maßnahmen, Verein­barungen, Vorkommnissen, Duldungen, Ent­gleisungen u. ä. ausgraben, zusammentragen und als Anklage erheben will, es zerschellt an den unumstößlichen Tatsachen:

,, Die katholische Kirche Deutschlands war die ganze Zeit hindurch das stärkste Boll­werk gegen den Nationalsozialismus .

Der katholische Klerus, Deutschlands hat in seiner Gesamtheit verhältnismäßig mehr an Widerstand geleistet und an Verfolgung erlitten als irgendein anderer Stand.

Alles Dunkle wird hier tausendfach über­strahlt vom Helleuchtenden."

Laẞt nur einiges von dem vielen, was auch in dunkler Zeit Deutschlands geleuchtet hat, nochmals auf den Leuchter erheben und Wärme ausstrahlen!

An den ersten Platz darf ich da den viel­armigen Leuchter deutscher Bischöfe stellen. Verleumdet in Wort und Bild, beschimpft selbst im Gotteshaus und bei kirchlichen Aufzügen, geschmäht bei polizeilichen Ver­nehmungen und in öffentlichen Versammlun­gen, bedroht in ihren eigenen Wohnungen, gehemmt im Verkehr mit dem Hl. Stuhl, kri­tisiert wegen ihrer Hirtenbriefe( in den Füh­rerblättern der HJ. vom August 1936 als ,, Sprechtraktätchen" ,,, Fetzen" ,,, Sudelpapier", ,, Frivolität", Gemeinheit" bezeichnet), ge­hören Deutschlands Oberhirten ,, doch nie zu jenen, die sich zurückziehen"( Hebr. 10, 10),

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sondern erheben immer wieder aufs neue wie eine Posaune ihre Stimme( Is. 58, 1) und hal­ten dem Hause ,, Adolf" seine Frevel vor. Wie ein Öffnen ihrer innersten Herzenskammer ist es, wenn die bayerischen Bischöfe in ihrem Hirtenbrief vom 13. Dezember 1936 sagen:

,, Es ist uns Bischöfen schwer ge­nug, immer wieder zu klagen und zu warnen; aber die strenge und heilige Pflicht gegen Kirche und Vaterland fordert, daß wir nicht schweigen, WO SO viel auf dem Spiel steht und in Gefahr ist. Auch wenn wir für unseren Freimut wieder die schwersten Angriffe zu erwarten haben, wird uns nichts abhalten von der treuesten Pflichterfüllung bis zum Tode."

Ist's nicht wie das Echo des Propheten­wortes( Jer. 20, 8): Ach, wenn ich rede, muß ich aufschreien:, Unrecht!', Gewalt!' muß ich rufen. Und das Wort des Herrn trägt mir Schmähung und Spott ein jeden Tag. Aber es brennt in mir wie loderndes Feuer."

Noch mächtiger wurde dieser Chor heiliger Entschlossenheit und Pflichttreue, als Goeb­bels in den kommenden eineinhalb Jahren landauf und landab mit Prozeßpropaganda gemeinster Art den Druck auf die katholische Kirche verstärkte und die Wirkung des Päpst­ lichen Rundschreibens: ,, Mit brennender Sorge " verwischen wollte. Da riefen 28 katho­lische Bischöfe Deutschlands dem Bedroher und Bedränger ein, Bangemachen gilt nicht!" zu mit den Worten des Hirtenbriefes vom 28. August 1938:

,, Das sei für jetzt und für alle Zeiten in aller Bestimmtheit erklärt, daß wir deutschen katholischen Bischöfe das Wohl­wollen oder auch nur das Geduldet­sein oder Unbehelligt sein weder durch Abstriche an unserem religiösen Glaubensgut noch durch Preisgabe der kirchlichen Rechte noch durch Ein­buẞe an persönlichem Mut und Charak­ter erkaufen."( Beinahe jedes Wort ein Hammerschlag!)

Bayerns katholische Bischöfe hatten diese einmütige Entschlossenheit schon zwei Jahre vorher im Hirtenbrief vom 21. 6. 1936 kund­getan mit der feierlichen Versicherung: Wir werden lieber in Kerker und Tod gehen, als unserer Pflicht untreu werden." Dies Wort ihrer Bischöfe nahmen Bayerns katholische Priester zur Richt­schnur, als Regierung und Gestapo die Ver­lesung gerade dieses Hirtenbriefes verbieten wollten und am 20. 6. 1936 in jeden Pfarrhof einen Polizisten schickten, um den Hirtenbrief zu beschlagnahmen und seine Ver­lesung mit sofortiger Verhaftung zu bedrohen. Die Priester verweigerten die Aus­