Familien, die man in das Lager gebracht hatte, um jede freiheitliche Willensregung volksbewußter Polen in ihrer Heimat auf das grausamste zu unterdrücken. Diesen Polinnen, die sämtlich in einem isolierten Lager untergebracht waren, sollte eine schreckliche Leidenszeit bevorstehen. Die SS - Aufseherinnen trugen ihr Möglichstes dazu bei, um täglich einige von ihnen zur Strecke zu bringen. Die kleinste Verfehlung" wurde mitsofortigem Erschießen bestraft. Diese Hinrichtung wurde regelmäßig während des Appells im Walde durchgeführt. So wurden an jedem Tage zehn Polinnen von den Aufseherinnen zur Erschießung bestimmt. Die Leichen vergrub.man nicht weit von dieser Stätte und deckte sie mit einer dünnen Kalkschicht zu.
Die Nacht- und Nebelhäftlinge
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Die Gestapo erfand für jene Häftlinge, die in aller Kürze zum Tode befördert werden sollten, die Bezeichnung ,, Nacht- und Nebelhäftlinge".
In einem Block befanden sich etwa 800 dieser dem Tode geweihten Frauen und Mädchen. Es waren meist Angehörige freier Berufe; vielfach ausgesprochene Intelektuelle. Sie durften keine Pakete und keine Briefe empfangen und hatten außerdem Schreibverbot. Sie verrichteten nur im Lagerbereich Arbeiten.
Als das Lager späterhin eine Vergrößerung erfuhr, wurden auch männliche Häftlinge eingeliefert. Sie waren von uns durch einen hohen Drahtzaun getrennt.
Ich selbst war eines Tages Zeuge eines erschütternden Vorfalles: Zwei Angehörige des SS - Wachpersonals hieben mit Kolbenschlägen derart auf einen Häftling ein, daß dieser am Zusammenbrechen war. Obwohl mich das Grauen packte, sah ich doch näher hin, und da entdeckte
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