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Frauen im Konzentrationslager Ravensbrück / Helmut Franz
Entstehung
Seite
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im Gerichtsgebäude in der Bellevue- Straße Erst als sie sich durch lautes Schreien Hilfe zu verschaffen suchte, ließ der Unmensch von ihr ab.

Während der Zeit ihrer Untersuchungshaft hatte man Frau Psybilles Wohnung in Prag durchsucht und Beweis­material vorgefunden. Ferner fand man auch mehrere Stöße von Flugblättern. Einige Exemplare davon waren zu den Akten des Volksgerichtshofes genommen worden.

ANNO

Nach der Verhandlung wurde Frau P. in die Strafanstalt Leipzig Meusdorf eingeliefert. Wegen eines alten Leidens mußte sie dort u. a. fünf Wochen lang die Uni­versitäts- Frauenklinik aufsuchen, wo man sie verhältnismäßig gut behandelte. Hier war besonders das Verhalten des Ärzte- und Pflegeper­sonals ihr gegenüber hervorragend. Frau P. hatte vor allem hier den Eindruck, daß man ihr diese Behandlung in Anbetracht ihrer politischen Stellung gegen das Hitlerregime zuteil werden ließ.

Nach dieser 1/ 2jährigen Haft in der Strafanstalt Leipzig­Meusdorf, wo ihr auch Obermedizinalrat Dr. Rodewald manche Annehmlichkeit verschaffte, er zog sie u. a. wieder als Assistentin heran wurde sie zusammen mit zweihundert anderen weiblichen Häftlingen in das Frauen­konzentrationslager Ravensbrück transportiert. Dieser Transport erfolgte in einem Güterwagen ohne jede Ver­pflegung. Niemand der Häftlinge konnte sich darin be­wegen. Die Luft war zum Ersticken. Zum Glück dauerte die Fahrt aber nur drei bis vier Stunden, sodaß andere widrige Vorfälle während des Transportes vermieden wurden.

Das Lager Ravensbrück

Die Häftlinge wurden am 20. September 1942 in das Lager Ravensbrück eingeliefert. Dort blieb die Frau P. 21 Jahre. Danach wurde sie dem Arbeitslager Gemshagen bei Berlin zugeteilt, wo sie vier Monate lang Schwer­

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