und Tod. Frei und unbekümmert lachen. In der Gewißheit seines Sieges. In der Kraft seiner Auferstehung.
Meister. In der völligen Hingabe an Ihn, der es allein weiß und wir wissen es nicht. Der allein das Wort hat, und alle anderen müssen schweigen. Der unser Leben führen wird nach seiner Weisheit, königlich, priesterlich und prophetisch. Königlich, weil Er am Ostermorgen das Regiment über unser Leben gesichert hat wider Hölle und Tod. Priesterlich, weil es sein Osterwerk ist, die Verlorenen zu suchen und für sie einzutreten mit seinem vollbrachten Opfer. Prophetisch, weil Er seine Jüngern lehrt Ostern zu feiern in der überschwenglichen Freude Gottes.
Am Ostermorgen geht in Erfüllung das Wort des Herrn: ,, Selig seid ihr, die ihr jetzt weinet, denn ihr werdet lachen." Wir brauchen nicht mehr draußen zu stehen und zu weinen. Wir dürfen es nicht mehr. Wir können, wir müssen lachen. Wir sind getröstete Menschen, die aus Christi Mund selbst gehört haben: ,, Du bist mein Eigentum im Leben und Sterben!" Keiner hat mehr Recht. Durch seine Auferstehung hat der Lebendige sich das Alleinrecht auf unser Leben erworben.
Meister. Das neugeborene Herz springt auf vor Freude. Und doch liegt in diesem Namen auch ein alter, bekannter Klang. Es ist derselbe Jesus von damals, den Maria wiedergefunden hat. Derselbe, der einmal ihr Leben rettete vor den Dämonen, dem sie gefolgt war von Ort zu Ort, bei dessen Kreuz sie gestanden hat. Derselbe Jesus, der gestorben war, ist auferstanden. Und damit erscheint alles Alte in neuem Lichte. Wie schön und herrlich glänzt es überall. Mit Ihm wandeln, mit Ihm sterben, mit Ihm auferstehen! Derselbe Jesus ! Ihr Jesus ! Wie groß ist die Versuchung Maria beweist es- alte Rechte auf diesen Jesus geltend zu machen! Alte Rechte, die am Ostermorgen neuen Glanz bekamen. O die Herrlichkeit der Begegnung mit dem auferstandenen Herrn! Maria wollte diesen Augenblick für immer fethalten. Sie wollte den Herrn bei sich behalten: Jetzt hab ich Ihn und lasse Ihn nicht mehr los! Ist er doch ihr Herr. Wie Petrus auf dem Berge der Verherrlichung den leuchtenden Herrn für sich behalten möchte, so möchte Maria alles andere vergessen: die Welt, den Tod, das Weinen, und nur lachen in der Seligkeit der Nähe Jesu . Wir verstehen das alles so gut aus dem Verlangen unseres eigenen Herzens!
Aber der Herr weist sie zurück. ,, Rühre mich nicht an." Das heißt: ,, Halte mich nicht fest." Er weiß, wie wir sein Werk hemmen können mit unseren oft gutgemeinten Bewegungen. Aus Liebe zu Ihm versuchte Maria, Ihn im Grabe zu halten, und wurde dabei ungewollt Bundesgenossin des Todes. Aus Liebe zu Ihm versucht sie jetzt Ihn zurückzuhalten, Ihn ganz für sich in Besitz
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