Sie haben sie in die Viehwagen gepfercht. Nebeneinander, übereinander. Männer, Frauen, Kinder, Greise. Zuckendes Fleisch, das der Vernichtung entgegenrollt. Elender denn armes Vieh.
Sie haben sie in die Viehwagen gepreßt. Tausende, Abertausende. Es dröhnen die Waggons in die Nacht, in den Tag, in die Nacht. Fracht für die Todesfabriken. Knäuel von Leibern in Kot und Urin wälzend, Ärzte und Rabbiner, Kaufleute und Handwerker, Reiche und Arme. Gefäße voll Klugheit und Güte. Flammen jahrtausendalter Leidenschaften. Hüter des menschlichen Feuers im unmenschlichen Deutschland .
So rollen sie dahin( Berlin- Lublin ), an Dörfern und Städten vorbei, durch Bahnhöfe ratternd. Immerfort, immerfort.
Gefühllose und Ohnmächtige, die an den Bahnstrecken stehen, blicken auf die jammertiefen Gesichter an den Fenstern der Todeswaggons und hören gefühllos und ohnmächtig die Schreie: ,, Helft uns doch! Helft uns doch!"
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