DER ALTE MANN
Er liegt auf seinem nackten Bette, Ein spärlich' Kissen im Genick,
Und starrt ins Licht mit totem Blick. An monotoner Bilderkette
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Ziehn Heimat, Sorgen, Kampf und Schmerz, Verwaschene Erinnerungen,
Ein Lied, das man ihm einst gesungen, Durch sein zersprungnes altes Herz.
In ausgefahrner Räderspur,
Zu schwach zum Sterben wie zum Leiden,
Liegt er im Graben zwischen beiden.
Er lebt nicht mehr, er atmet nur.
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