Durch die Gassen lenk’ ich den Schritt, Höre die Amsel schlagen.
Freudig schwingt meine Seele mit.— „Hunger! flüstert mein Magen.
Liegt ein Städtchen gleich vor dem Tor. Spielende Lüfte tragen
Sonntäglich’ Läuten zu meinem Ohr— „Hunger!“ jammert mein Magen.
Würdige Männer vor lauschendem Kreis Wissen vom Tiefsten zu sagen,
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Öffne mein Wesen dem schüchternen Strahl Keimender Freundschaft, Mit zagen Worten vertrau’ ich zum ersten Mal.— „Hunger!“ empört sich mein Magen.
Daß ich von Gott bin, er läßt es nicht zu. „Schönheit und Liebe, was Plunder! Menschengezücht, Kreatur bist du!
All deine süßlichen Wunder
Reiß’ ich vom Thron dir herunter!“
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