DER JUNGE KRIEGER
Die Jahre der Jugend sind kaum erst vergangen,| Die Spiele der Kindheit sind kaum erst verspielt.—| Mich packte ein Dämon!— Mich trieb ein Verlangen I Hinaus in die Welt— und kein Mensch, der mich hielt!|
| Die Seele verschlang mir ein loderndes Feuer—| Hinaus aus der Enge! Hinein in die Schlacht!| Da hat mich die Gier nach dem Abenteuer,| Da hat mich mein Schicksal zum Mörder gemacht!|
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Da floß euer Blut! Euer Schreien und Klagen Versengt mir das Hirn und zerreißt mir das Ohr! Oh— hat euch nicht auch eine Mutter getragen!? Wie konnt’ ich’s vergessen, ich Teufel, ich Tor!
Das Toben der Schlacht übertönt mein Gewissen. Mein Himmel ist dunkel— da strahlt nur ein Stern: Du könntest es heilen, das Schuld mir zerrissen,
O Heimat, dies Herz!— Doch die Heimat ist fern.
Und wie sie mir folgen, im Traum mir erscheinen, Die Bilder des Schreckens! Wie jag’ ich sie bloß!
3 Spies, Theresienstadt 25


