Sie ist da!— Die letzten Strahlen fallen In ihr goldnes Haar und lächeln mit.
Übern Weg, der sich durchs Parktor windet, Führt der Zufall die Frau Irgendwer.
Späht mit Nadelblick.— Der Strahl erblindet. Freundin, kennst du deinen Freund nicht mehr?
Hämmernd’ Herz entscheide!— Ach,— sie zaudert:
Und der Nachbarin gehört ihr Gruß. — Und sie streift an ihm vorbei und plaudert. Weint, ihr Steine unter ihrem Fuß!
In der Nacht, wenn uns die Geister wecken Und die Weltenseele zu uns spricht,
Liegt sie wach und weint in ihre Decken. „Deinen letzten Blick vergess’ ich nicht!“
Und es geht der Tag, die Wochen gehen, Scham und Sehnsucht rauben ihr die Ruh’. „Einmal nur will ich dich wiedersehen! Deinen Schmerz deck’ ich mit Küssen zu!‘
Und sie forscht und findet jene Gasse, Wo er wohnt, und klopft an seine Tür.
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