21000 Mänıfer und Knaben streckten die Hand zum Himmel und sprachen:
Wir schwören!
N
Der Kommandant des Lagers, der amerikanische Major Smuhl, trat ans Mikrophon und würdigte die Opfer des Hitlerterrors, ehrte sie als Kämpfer gegen den Faschismus und sprach seine Bewunderung dar- über aus, daß die Insassen des Lagers Buchenwald in geschlossener in- ternationaler Solidarität den Kampf gegen ihre Peiniger und Unter- drücker im Lager geführt haben. Er dankte für die Sympathie der Buchenwalder Antifaschisten für den großen verstorbenen amerika - nischen Präsidenten F. D. Roosevelt .
Er versprach im Namen der amerikanischen Militärbehörden, den Tag der endgültigen Freiheit für alle Insassen des Lagers möglichst zu beschleunigen.
Alliierte Feldgeistliche, Bildberichterstatter und Soldaten der alli- ierten Armeen wohnten der Totenfeier bei.
Der 1. Mai, früher in Deutschland ein Feiertag aller Werktätigen, ein Kampftag mit dem Ziele eine neue Weltordnung zu errichten, wurde unter den Nazis nur ein Auftrieb von Herdenvieh, tönerne Macht zu demonstrieren. In Buchenwald erlebte der Kampfmai seine Auf- erstehung.
Ein Gang durchs Lager am Vorabend des 1. Mai bot dem längst ent- wöhnten Auge ein erhebendes Bild. Allerorts auf den Baracken, auf dem Appellplatz und in den Lagerstraßen strahlte Festbeleuchtung. Besonders die russischen Kameraden hatten alle Mittel aufgeboten, ihren Baracken einen festlichen Anstrich zu geben. Parolen in Leucht- schrift erhellten die Nacht, angeleuchtete Fahnen waren im Dunkel der Nacht weithin sichtbar und angestrahlte Bilder Stalins, Roosevelts, und Churchills fingen den Blick.
Eine riesige Tribüne wuchs schon am Nachmittag unter fleißigen Arbeiterhänden. Ein hoher Turm überragte weit den Appellplatz. Das Ganze wurde trefflich abgerundet durch lebendiges Grün. Aus den umliegenden Wäldern hatten Tausende von Häftlingen Bäumchen und Zweige zusammengetragen und alle Baracken und die Lagergassen
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