bei den Kranken im Revier bleiben wollen. Alles müsse weg, nur die Kranken blieben bis auf weitere Anordnung im Lager. Keiner wollte seine Kranken im Stich lassen, obwohl man wußte, daß die SS in anderen Lagern nur Leichen zurückgelassen hatte.
Schweigen und Finsternis lagen über dem KZ. Buchenwald , als gegen 21 Uhr plötzlich auf dem Postenweg zwischen dem Lagereingang und dem Turm zwei in Richtung Kasernen größere Marschbewegungen hörbar wurden. ,, Sie kommen!" dachte man im ersten Augenblick. Doch sie kamen nicht. Dagegen war die 3. amerikanische Armee schon so nahe, daß sie zu jeder Minute die SS- Anlagen Buchenwald mit Artilleriefeuer belegen konnte. Das ganze SS- Verbrecherkorps war mit Vorbereitungen zur Flucht beschäftigt. Der Kommandant, die Lagerführung und das ganze übrige Gesindel hatten ihre Wagen marschbereit und mit Beute vollgepackt, bereitgestellt. In dieser Situation kamen noch 425 Häftlinge aus dem Außenkommando Niederorschel nach mehrtägigem Fußmarsch hier an. Gleichzeitig nahmen die Massenmörder vom KZ. Buchenwald im Hof des Krematoriums noch die letzten Exekutionen vor. Man sah, daß einige Zivilisten dorthin geführt wurden. In der Nacht starben im Waschraum des Arrestes weitere 24 Häftlinge eines grausamen Todes. In derselben Nacht vollbrachten die Faschisten noch eine ihrer Schandtaten. Sie schlossen sich auf der Effektenkammer ein, stahlen hier Geld, Uhren und andere Wertsachen von etwa 2000 Häftlingen und verpackten das Diebesgut in großen Kisten. Auch ein großer Koffer mit Juwelen, der bisher noch nicht abgeliefert worden war und von einem Judentransport stammte, wurde gut verschnürt in der Nacht von einem LKW. abgeholt. In derselben Nacht verschwand auch ein großer Teil der Angehörigen des Kommandanturstabes. Bei der Ausgabe der restlichen Effekten an die Häftlinge stellte man später fest, daß sie vielen Häftlingen die Personalpapiere gestohlen hatten, damit sie unter fremden Namen flüchten und sich verstecken konnten.
Im übrigen verbrachten wohl alle Häftlinge die letzte Nacht in höchster Unruhe. Sie wußten, daß sich alle Kräfte so zusammenballten, daß der nächste Tag die Entscheidungen bringen mußte. Morgen sind wir tot oder frei! Die Evakuierung schien nicht mehr möglich, waren doch schon am Vortage auf dem Weimarer Bahnhof die Lokomotiven der Transportzüge zerschossen worden. Und nur zu gern legten die Häftlinge das so aus, daß die Evakuierung von den Amerikanern verhindert werden sollte.
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