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nommen, die politische, antifaschistische Führung im Lager zu beseitigen.
Als dann im März 1945 die allierten Armeen von Osten und Westen immer tiefer in das Reichsgebiet eindrangen, steigerte sich die Ungeduld und Erwartung unter den Buchenwalder Häftlingen. Täglich liefen Transporte von Gefangenen aus den Konzentrationslagern vom Osten des Reiches in Buchenwald ein. Diese Lager wurden evakuiert vor den immer mehr nach Westen dringenden siegreichen Heeresgruppen der Roten Armee, die dann ein Konzentrationslager nach dem anderen besetzten. Dazu kamen mit dem Vordringen der englischen und amerikanischen Armeen laufend Transporte aus dem Westen des Reiches, wo die Außen- Arbeitskommandos aufgelöst und nach dem Stammlager Buchenwald zurückgeführt wurden.
In dem nunmehr überfüllten Lager wurde die Frage der Evakuierung der Buchenwalder Häftlinge immer aktueller, zumal in den letzten Märztagen aus dem Raume von Kassel amerikanische Truppen in das Thüringer Land eingebrochen waren und sich in Richtung Erfurt- Weimar und damit auch auf unser Lager zu bewegten. In allen Baracken, auf allen Lagerstraßen, unter den Gefangenen aller Nationen wurde nur noch eine Frage diskutiert: ,, Was wird aus uns? Werden sie versuchen, uns zu evakuieren oder zu liquidieren?" Wobei erfahrungsgemäß für uns Buchenwalder Antifaschisten, die wir ja die SS - Banditen aus jahrelanger Praxis kannten, die Evakuierung von 40 000 Häftlingen einer Liquidierung des größten Teils davon gleich gekommen wäre. Wir hatten ja inzwischen von den nach Buchenwald gekommenen Auschwitzer und Lubliner Kameraden auch erfahren, was die Evakuierung eines großen Konzentrationslagers bedeutet. Weniger als die Hälfte der von dort Evakuierten hatte tatsächlich das Lager Buchen wald erreicht. Die anderen wurden, auf langen Fußmärschen schwach geworden, einfach von den begleitenden SS - Mannschaften, HitlerJugend- und Volkssturmmannschaften am Straßenrand durch Genickschuß erledigt. In den Straßengräben lagen die Leichen der so ermordeten, evakuierten Häftlinge und säumten zu Hunderten und Tausenden die Marschstraßen der Evakuierten. Andere waren zu Hunderten in verschlossenen Viehwagen in wochenlanger Fahrt verdurstet, verhungert oder erstickt und kamen nur noch als Leichen in Buchen wald an.
Das waren auch unsere Perspektiven. Wir zogen als Buchenwalder Antifaschisten die einzige mögliche Schlußfolgerung:
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