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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Sabotage der faschistischen Kriegsausrüstung. Ausstrahlung des antifaschistischen Kampfes über das

Lager hinaus

Ein nicht unwesentlicher Teil unseres Kampfes gegen Krieg und Faschismus war die Sabotage der Rüstungsindustrie, zu der große Teile der Häftlinge eingesetzt waren. In allen Werkstätten und Be­trieben und in und um das Lager saßen unsere antifaschistischen Zel­len- und Vertrauensleute, hielten enge Verbindungen zu allen auslän­dischen Kameraden und organisierten die Sabotage der Rüstungs­industrie, zeigten Wege und Möglichkeiten, fehlerhafte Produkte zu liefern, möglichst viel Material zu vergeuden, Maschinen durch fehler­hafte Pflege und unsachgemäßes Behandeln unbrauchbar zu machen. Es wurde alles versucht, was in unseren Kräften stand, um Hitlers Rüstungspotential zu schmälern und den Krieg zu verkürzen. Leider ging es auch hier nicht ohne Opfer ab. Öfter wurde ein Kamerad, der nicht vorsichtig genug gewesen war oder Unglück hatte, wegen Sa­botage der Rüstungsindustrie gehängt.

Die unterirdische antifaschistische Tätigkeit erstreckte sich jedoch nicht nur auf das Lager Buchenwald und seine nächste Umgebung. Diese Tätigkeit und Organisation strahlte aus über Teile Deutschlands und sogar in das europäische Ausland. So ging eine Gruppe norwe­gischer Studenten, die längere Zeit im Lager war, mit dem konkreten Auftrag nach Norwegen zurück, Verbindung mit dem Nachrichten­dienst der vereinten Nationen aufzunehmen. Die Arbeitskommandos, die aus dem Lager Buchenwald in alle Teile Deutschlands gingen, wurden in ihrer Zusammensetzung von den Gesichtspunkten der anti­faschistischen Massenarbeit von den Buchenwalder Antifaschisten zu­sammengestellt. Sie leisteten in den verschiedensten Rüstungsbetrie­ben antifaschistische Arbeit unter den dortigen Arbeitern und organi­sierten die Sabotage der Rüstungsarbeit. Sie hielten durch ihre Ver­trauensleute ständig Verbindung zum Lager, berichteten über ihre Tä­tigkeit, holten sich politische Informationen und Anweisungen. So ge­lang es den Kameraden in den Arbeitskommandos in der Industrie­stadt Wuppertal mit den dortigen Antifaschisten und einem Ost­arbeiterlager Verbindung aufzunehmen und einen örtlichen, unterirdi­schen, antifaschistischen Kampfausschuß zu bilden.

Die Kameraden im Arbeitskommando des Flugzeugwerkes Erla in Leipzig hielten enge Verbindung zu dem unterirdisch bestehenden

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