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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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opferten die wenigen Freistunden an den Sonntagen, um die poli­tischen Ereignisse zu besprechen, die Ereignisse auf den Kriegsschau­plätzen zu beobachten, um daraus Lehren und Erfahrungen für den Kampf gegen Hitler zu sammeln. Sie richteten sich selbst und die In­sassen des Lagers immer wieder auf, als die Siegesmeldungen des deut­ schen OKW. wie Keulenschläge auf alle Antifaschisten niedersausten, die die militärische und politische Niederlage Hitlers wünschten und erhofften.

Aus diesen kleinen politischen Zirkeln entstanden im Laufe vieler Mo­nate unter ständiger Hinzuziehung neuer antifaschistischer Kräfte aus allen Teilen der deutschen Häftlinge, ganz gleich aus welchen politischen Parteien oder sozialen Schichten sie kamen, in harter und aufreibender Arbeit, unter ständiger Lebensgefahr, umwittert von Verrat und der Ge­fahr der Entdeckung durch die Gestapo und SS festgefügte Gruppen der Antifaschisten von Sachsen , Berlin , Rhein- und Ruhrgebiet , der Wasser­kante, Bayern und Schwaben und allen Gauen Deutschlands unter einer zentralen politischen Leitung.

Alle neuen Ankömmlinge im Lager wurden von der zuständigen Gruppe, aus deren Heimat sie kamen, gründlich auf ihre politische Zuverlässigkeit geprüft. Ihre Berichte, die sie von draußen aus der Freiheit mitbrachten, wurden gründlich besprochen und ausgewertet. Sie gaben einen Überblick über den jeweiligen Stand des antifaschisti­schen Kampfes in allen Teilen Deutschlands .

Hitlers erste Kriegsgefangene aus dem deutschen Volk Zu Beginn des Krieges im Jahre 1939 schwoll die Besatzung des Lagers lawinenartig an. Schon am ersten Mobilmachungstag setzten schlagartig in ganz Deutschland Massenverhaftungen sog. unsicherer Elemente ein. Es waren dies antifaschistische Arbeiterfunktionäre, Führer und bekannte Persönlichkeiten ehemaliger bürgerlich- demo­kratischer Parteien, ehemalige Reichstags- und Landtagsabgeordnete. Alles Antifaschisten, Hitlergegner, von denen die Naziführer befürch­teten, daß sie ihre Stimme gegen die Kriegs- und Eroberungspolitik Hitlers erheben könnten, von denen man befürchtete, daß sie Hitler und seinen blutigen Henkern bei der Unterjochung und Versklavung Europas und des deutschen Volkes hindernd in den Arm fallen könn­

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