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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Der Luftangriff auf Buchenwald

364 Tote als Opfer der SS

Am 24. August 1944, mittags, wurden die zum Konzentrationslager Buchenwald gehörenden Rüstungsanlagen bombardiert und dabei voll­ständig vernichtet. In das eigentliche Häftlingslager ist keine einzige Sprengbombe gefallen, und nur durch einzelne vom Winde verwehte kleine Brandbomben sind die Häftlingsschneiderei,-schuhmacherei, -wäscherei und die Desinfektion ausgebrannt, ohne daß dabei Häft­linge zu Schaden gekommen wären. Die SS hatte keinerlei Luftschutz­maßnahmen für die Häftlinge getroffen, ja sie hatte bis zum Angriff nicht einmal erlaubt, daß sie während eines Alarms ins Lager einrück­ten. Die Häftlinge mußten in den Betrieben selbst oder in ihrer un­mittelbaren Nähe bleiben. Bombensichere Unterstände oder auch nur Splittergräben für Häftlinge waren nicht gebaut worden. Zur Zeit des Angriffs war im ganzen Lagerbereich das Wasser abgestellt. Häftlinge, die sich vor den Spreng- und Brandbomben ins Freie retten wollten, wurden von der Postenkette der SS erbarmungslos niedergeknallt. So konnte es nicht ausbleiben, daß bei dem Angriff auch die Häftlinge 364 Todesopfer zu beklagen hatten. Wie viele davon von der SS niedergeschossen wurden, ist nicht mehr festzustellen. Tatsache ist, daß bei dieser Gelegenheit eines der führenden Mitglieder der Sozial­demokratischen Partei Deutschlands , Rudi Breitscheid, ums Leben gekommen ist. Als er, um sich vor den Brand- und Sprengbomben zu retten, über die Mauer der Baracke stieg, in der er gefangen gehalten wurde, schossen ihn die SS - Posten ab.

Ernst Thälmann kein Opfer dieses Luftangriffes von der SS ermordet.

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er wurde feige

Wenige Tage nach dem Luftangriff erschien in der gesamten deut­schen Presse eine Notiz, in welcher mitgeteilt wurde, daß bei einem am 27. August 1944 erfolgten Luftangriff auf das Konzentrationslager Buchenwald der Führer der Kommunistischen Partei, Ernst Thäl­mann , ums Leben gekommen sei.

Das ist eine infame Lüge!

Erstens einmal wurde am 27. August das Lager Buchenwald über­haupt nicht angegriffen, und zweitens hat sich Ernst Thälmann nicht im Lager Buchenwald befunden.

Er wurde feige und hinterhältig von den SS - Banditen ermordet, und man benutzte lediglich den am 24. August stattgefundenen Luft­

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