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ling Nr. 256
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Als im Jahre 1939 der faschistische Überfall auf Polen begonnen hatte, dauerte es nicht lange, und die ersten polnischen Gefangenen wurden ins Lager getrieben. Diese Polen wurden in ihrer Gesamtheit nicht wie reguläre Kriegsgefangene, sondern als sogenannte ,, Heckenschützen" behandelt. Schon einige Tage vor ihrer Ankunft begannen im Lager Buchenwald die Vorbereitungen für den Empfang. Es wurde ein Teil des Appellplatzes doppelt mit Stacheldraht eingezäunt und darin fünf große Militärzelte- ähnlich den Bierzelten auf einem Jahrmarkt aufgebaut. In einer Ecke dieses ,, Lagers im Lager" wurde aus Balken und Stacheldraht eine Art Käfig, aus Pfosten und Stacheldraht ungefähr 3 × 6 Meter groß, ohne ein Dach errichtet, zu welchem Zwecke war uns noch unbekannt. Ferner wurde ein großer verrosteter Waschhauskessel in die Erde gegraben; wozu dieser Miniaturteich dienen sollte, war ebenfalls unklar. Endlich wurden mehrere 3 Meter tiefe Gruben 2x4 Meter ausgehoben und rings mit Balken versehen. Das kannten wir, das waren die bekannten Buchenwalder Latrinen aus der Zeit des Lageraufbaues. In die Zelte kam eine hauchdünne Schicht Stroh, das waren die Lagerstellen. Was sollen diese Vorbereitungen, wozu ein Lager im Lager, fragten wir uns? Daß es nichts Gutes, sondern wieder eine der vielen Teufeleien der Lagerführung bedeutete, darüber waren wir uns allerdings klar.
An einem Morgen, Anfang Oktober 1939, ging es wie ein Lauffeuer durchs Lager: ,, Zugänge werden ins Lager getrieben." Schon sahen wir, wie ein langer Zug polnischer Kriegsgefangener, unter ihnen auch einige Zivilisten, mit Schlägen und Kolbenstößen von der SS - Bewachung und den SS- Blockführern in das Lager getrieben wurde. Lagerführer Hüttig und Hauptscharführer Blank ließen besonders ihrem Sadismus freien Lauf. Es wurden 3124 Polen in das ,, kleine Lager" gepfercht. Nach Bemerkungen von SS- Obersturmbannführer Rödl und SS- Obersturmführer Hackmann sollte ihre Vernichtung in 3 Monaten beendet sein.
In dem neu errichteten ,, kleinen Polenlager", wie es von nun an hieẞ, angekommen, mußten sich die Zugänge beim kalten Oktobersturm völlig nackt ausziehen. Alle Kleidungsstücke und das persönliche Eigentum wurden ihnen von den SS - Leuten abgenommen. Dann mußten sie zum ,, baden" in den in die Erde eingegrabenen Kessel springen,
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