Am 5. Oktober 1939 folgten ihnen die Angehörigen der polnischen Minderheiten in Deutschland mit 181 Mann.
Nach Beendigung des Polenfeldzuges erlebte Buchenwald grauenhaftes und tragisches Nachspiel in der Aktion gegen Polen , besonders gegen die sogenannten polnischen Heckenschützen. Am 15. Oktober 1939 kamen 1000, am 16. Oktober 1939 1098 Polen an, die unter den primitivsten und barbarischsten Verhältnissen in Zelten auf dem halbfertigen Appellplatz untergebracht wurden.
Bald zeigten sich die ersten Auswirkungen des Westfeldzuges für das Lager Buchenwald . Schon am 2. Juli 1940 wurden 216 Holländer, meist höhere Beamte und Offiziere, als Geißeln in das KZ. Buchenwald eingeliefert, am 8. und 9. Oktober 1940 weitere 111, die letzten am 23. August 1941.
Nach einer Streikbewegung in Amsterdam führte die deutsche Sicherheitspolizei Anfang 1941 eine Razzia im Amsterdamer Judenviertel durch und verschleppte am 28. Februar 389 holländische Juden nach Buchenwald . Sie wurden sofort zu schwerster körperlicher Arbeit eingesetzt, so daß ein Teil umkam. Der Rest wurde zusammen mit 350 anderen Häftlingen am 22. Mai 1941 nach dem KZ. Mauthausen abgeschoben und dort vernichtet.
Am 22. Juni 1941 hatte Hitler die Sowjetunion überfallen. Als erste direkte Auswirkung für das Lager ergab sich die Einlieferung von 2000 sowjetischen Kriegsgefangenen am 18. Oktober 1941. Die SS konnte nicht verhindern, daß sie von den Lagerinsassen begeistert empfangen und zusätzlich mit Brot, Lebensmitteln, Rauchwaren u. dgl. versehen wurden. Es folgte eine Bestrafung des ganzen Lagers und einzelner ,. die besonders aufgefallen waren.
Mit Eintreffen der Kriegsgefangenen war am 18. Oktober 1941 die Lagerstärke auf 10342 Mann gestiegen.
Bald darauf begann Sauckel, Gauleiter von Thüringen und Hitlers Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz, damit, in großem Umfang die Bevölkerung der besetzten Ostgebiete zur Zwangsarbeit nach Deutschland zu verschleppen. Teils freiwillig, in naivem Glauben an die Versprechungen der Nazis, teils gezwungen, kamen sie in großen Massentransporten zum Arbeitseinsatz nach Deutschland . Schon zu Beginn muß den deutschen Behörden klar geworden sein, daß sich viele undisziplinierte und politisch unerwünschte Elemente unter ihnen befanden, die für Ruhe und Ordnung gefährlich zu werden drohten. Man ging scharf gegen sie vor und, statt sie wegen etwaiger Verfeh
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