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untergebracht. Das kleine Lager war von einem doppelten Stacheldrahtzaun umgeben und in sich wieder in mehrere Abschnitte aufgeteilt. Die Fläche zwischen den Baracken wurde erst ganz allmählich planiert und mit Packlager versehen; Kanalisation gab es keine, und bei Regenwetter verwandelte sich das kleine Lager noch mehr als das große schnell in eine Schlammfläche. Es läßt sich nur andeuten, wie es in den Baracken aussah, wenn nach Schluß der Arbeitszeit 1500 müde, verschmutzte und durchnäßte, hungrige Menschen in sie zurückkehrten, ohne die Möglichkeit, sich zu säubern und ihre Sachen zu trocknen oder dieselben zu wechseln.
In das kleine Lager kamen alle Neuzugänge, insbesondere die Massentransporte, auch solche aus anderen Lagern zur Quarantäne. Dorthin wurden in den letzten fürchterlichen Monaten diejenigen Elemente abgeschoben, die das große Lager durch ständige Unsauberkeit, durch Diebstahl und andere grobe Verstöße gegen die notwendige Lagerdisziplin gefährdeten. Dorthin wurden in den letzten Tagen vor der Befreiung alle die getrieben, die von westlich gelegenen Außenkommandos bei Annäherung der Amerikaner in das Stammlager zurückgebracht wurden und oft vom Marsch und Transport geschwächt und dem fürchterlichen Erleben unterwegs verstört waren. Dorthinein schickten die SS - Ärzte aber auch alle Invaliden und Arbeitsunfähigen. Körperlich entkräftet, waren sie dort dem sicheren Untergang geweiht, wenn sie nicht selbst die Energie und den Lebensmut aufbrachten, sich zusammenzuraffen. Für besonders hartnäckige und lang dauernde Fälle hatten die SS- ,, Ärzte " im Invaliden- und Krankenblock Nr. 62 noch die Giftspritze bereit.
Noch schlechter als die Insassen des kleinen Lagers hatten es die Häftlinge im Zeltlager, das zum kleinen Lager gehörte. Bei den ununterbrochenen Massenzugängen reichten die Stallbaracken schon im Sommer 1944 nicht mehr aus. Neues Gelände innerhalb des Lagers wurde umzäunt und zwei große Zelte aufgeschlagen, wo zeitweise bis zu 6000 Mann untergebracht wurden. Sie mußten einer neben dem anderen, mit nur einer Decke versehen, auf dem blanken Boden schlafen. Dabei war Material im Lager vorhanden. Damals war der Lagerälteste bei der zum Lager gehörigen DAW, einer riesigen Holzbearbeitungsfirma, vorstellig geworden, die Holz und Bretter im Werte von Millionen im Freien lagern hatte. Er hatte darum gebeten, wenigstens soviel Bretter leihweise zur Verfügung zu stellen, daß die Häftlinge nicht auf der nackten Erde zu liegen brauchten. Die Bitte wurde
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