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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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Horst ist leise gekommen und hat eine Weile an der Tür gestanden. Er sieht blasser aus als sonst. Jetzt setzt er sich zu uns. ,, Ich bin überzeugt", flicht er ein ,,, daß viele der intelligenteren Leute in Deutschland und in anderen Ländern den Weg sahen, auf welchem die Dinge liefen. Aber nur wenigen ist es gegeben, im Leben der Völker die Unausweichbarkeit gewisser Ereignisse richtig einzu­schätzen und nach ihnen den Ablauf des Geschehens vorauszusehen. In diesem Falle sahen die Menschen in Deutschland sich selbst in das grausame und furchtbare Staatssystem Hitlers einbezogen. Ich bin überzeugt, daß man die Zahl der Streitfälle, die zur Katastrophe eines Krieges führen, dadurch herabmindern kann, daß die Menschen sich ändern."

Der Druck des Tages ist von uns genommen. Die Idee des Friedens hat ihn besiegt, während wir hier in einem dürftigen, engen Raum einer Baracke des KZ- Lagers sitzen, und während jeder von uns in irgend einer Weise vor der letzten Entscheidung des Menschen steht, der Entscheidung zwischen Tod und Leben.-

Doktor T. nimmt das Gespräch wieder auf.., Wenn Hitler , statt Haß und Ichsucht zu predigen, statt daß er Gewalt. und Erorberungssucht zum höchsten Gesetz seines Han­delns gemacht hat, sich auf sein innerpolitisches Pro­gramm von sozialem Ausgleich und Hilfe für die wirt­schaftlich Schwachen beschränkt und außenpolitisch das Ideal von Frieden und Versöhnung der Menschen vor sein Gewissen gestellt hätte, glaubt jemand, daß dieses

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