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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN

geistig abzuladen, um mich innerlich zu befreien. Es mag mit dem verhältnismäßig ruhigen Platz zusammen­hängen, auf den ich gekommen bin.

Auch Horst kommt öfters und Erwin. Der Nachrichten­dienst arbeitet trotz aller Strafen besser denn je, und die Organisation der Untergrundbewegung macht langsam Fortschritte. Ihr Mut in der Gefahr, in der sie arbeitet, nötigt mir täglich größere Bewunderung ab. Jetzt ist es sogar schon gelungen, einzelne Waffen zu beschaffen und zu verstecken.

An der starken Zunahme der Fliegerangriffe aus dem Süden spüren wir das erste Anzeichen des Näherkom­mens der Front. Oft hört das Brummen der silbern glitzernden Maschinen hoch im blauen Firmament den ganzen Tag nicht auf und setzt sich während vieler Stunden der Nacht fort. Amerikanische Tiefflieger brau­sen immer häufiger über das Lager. Aber nie ist eine Bombe auf unser Gebiet gefallen, und niemand fürchtet die Flieger.

Mit dem zunehmenden Strom der Häftlinge kommen jetzt auch Flüchtlinge. Volksdeutsche aus den Ostgebie­ten, Männer, Frauen und Kinder, die in großen Zelt­lagern außerhalb des KZ untergebracht werden. Eine unverständliche Maßnahme, welche die vorhandenen Ernährungs- und Wasserschwierigkeiten weiter größert.

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In diesen Tagen bekomme ich einen neuen, furchtbaren Schock. In den letzten Märztagen, als ich morgens mit dem Krankenbericht zum Hauptlager hinaufgehen muß,

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