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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN

Teile der Kommandos über die Steilwand in den Stein­bruch.

Ich fühle, daß ich die Leichentransporte nicht mehr lange aushalten kann. Ich glaube, ich muß den Verstand verlieren, wenn es so fortgeht, wenn ich in meinem ge­schwächten Zustand weiter den süßlichen Leichengeruch täglich um mich herum habe.

Ich gehe zu Dr. T. Ich flehe ihn an, daß er mir eine andere Beschäftigung gibt. Abends kommen Horst und Erwin. Wir besprechen es gemeinsam.

Am nächsten Tage bin ich Kartoffelschäler in der Kran­kenküche! Alex lacht über sein ganzes, treues Gesicht, als er mich kommen sieht. Es fällt mir zum erstenmal auf, daß jemand lacht. Ich habe im KZ nie einen Men­schen von Herzen lachen sehen.

Aber wenn ich auch schrittweise Boden gewinne auf dem Wege zum Leben, in diesem Vorhof der Hölle wird jeder schon erreichte Zustand sofort wieder in Frage gestellt, mahnt an die stete Vergänglichkeit alles Be­stehenden auf dieser Erde. Je mehr ich körperlich wie­der zu Kräften komme, desto mehr gelingt es mir, mich aus dem Griff der Angst frei zu machen, in die ich mich zeitweise hysterisch hineingesteigert habe, so daß ich unfähig bin zu vernünftigen Überlegungen. Denn es ist kein Zweifel, mein Gewicht nimmt zu. Ich wiege jetzt schon wieder über 110 Pfund.

Ich ertappe mich sogar bei dem Versuch, den furchtbaren Rätseln auf ihren Grund zu gehen, die meine Umwelt in Bann geschlagen haben. Aber alles Geschehen ist

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