INFERNO

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Am folgenden Tage kann ich kaum sprechen. Mein Hals schmerzt scheußlich. Nach mehreren, vergeblichen Ver­suchen werde ich dem Arzt vorgeführt. Es ist ein Jude, intelligent, freundlich, sachlich, lebhaft.

Dr. St. holt mich aus der Masse heraus, sorgt für mich wie für einen alten Freund. Dabei hat er und eine jüdische Krankenschwester, die mit ihm arbeitet, fünf­zehnhundert Gefangene zu betreuen. Wie so oft im Leben liegt alles dicht nebeneinander. Die Schwester sorgt rührend für mich. Sie bringt mir zwischendurch etwas zu essen, ein belegtes Brot ist dabei, eine Tasse Suppe. Ich bekomme eine Zelle mit einem kleinen Öfchen, ich erhalte einen kleinen Kasten mit Kohlen, den ich unter der Pritsche verstecke. Ich kann abends etwas heizen. Es sind in meiner jetzigen Lage alles Geschenke. Wieder ist es, als wenn eine höhere Macht in mein Schicksal eingreift.

Nachdem das Fieber und die Schmerzen behoben sind, holt Dr. St. mich öfters abends, wenn die letzte Kontrolle vorbei ist, in sein Privatzimmer neben dem Revier. Ich bekomme eine Zigarette. Wir trinken etwas Tee und plaudern. Es ist, als ob wir uns schon lange kennen. Er und die Schwester tragen keinen Judenstern. Sie dürfen sich frei bewegen, müssen aber die ganzen Gefangenen ärztlich betreuen. Auf diese Weise hält er mich fast vier Wochen in der Krankenabteilung. Es ist eine erneute Atempause für mich.

Wieder erlebe ich groteske Szenen, welche sich mir un­auslöschlich einprägen. Eine Zeitlang lebt ein Moham­

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