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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN

Auch an diese neue Art der Todesdrohung, die durch die schweren Fliegerangriffe hinzukommt, muß ich mich erst gewöhnen. Und auch an die großen Kanalisationsröhren, Wasser- und Gasröhren, die durch die Keller laufen, und von denen ich ziemlich genau weiß, daß sie im Falle eines Bombentreffers bei Verschüttung der Ausgänge unseren sicheren Tod bedeuten würden.

Zwei Tage später kommt Pfarrer D. nachmittags wieder zu uns. Er überbringt mir ein Telegramm meines Anwalts, der seine Ankunft ankündigt. Noch stär­ker wirkt seine frohe und lebensbejahende Art auf uns, die auf uns überstrahlt. Er hat sich heute nachmittag frei gemacht für eine längere Unterhaltung. Wir setzen uns um den kleinen Tisch. H. auf der Bettkante, der Pfarrer und ich auf je einem der beiden Hocker. Durch das kleine, vergitterte Fenster nahe unter der Decke der Zelle fällt eine helle Frühlingssonne und zeichnet die Schatten der Gitterstäbe auf die gegenüberliegende Wand. Von dem Sportplatz auf der anderen Seite der Gefängnismauer tönt ab und zu lautes Geschrei, wohl ein Fußballspiel, und unterstreicht die einsame Abgeschiedenheit unserer Welt, der Welt ohne Freiheit.

,, Ich wollte mit Ihnen nochmals über ein paar grundsätz­liche Fragen sprechen. Wie mir Dr. H. sagt, steht Ihr Prozeß vor der Tür, und Sie müssen sich darüber klar werden, was für einen Standpunkt Sie bei Ihren Ver­nehmungen einnehmen wollen."

,, Ich bin mir klar geworden", antwortet H., und wieder tritt das innere Leuchten in sein Gesicht ,,, ich möchte in

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