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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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ZWISCHEN TOD UND LEBEN

ihm das Schicksal aufzwang, den Fragen über den Sinn des Lebens, die eigene Verantwortung und die eigene Stellung zu sich und dem Schöpfer seines Daseins. ,, Es ist ein furchtbares Schauspiel, was wir mitzuerleben. gezwungen sind", erzählt H. ,,, dabei steht unsere eigene Rolle in diesem Schauspiel keineswegs fest."

,, Durch die Fliegeralarme und auf allen möglichen Kanälen erfahren wir so viel Einzelheiten über die übri­gen Leidensgenossen, daß wir innerlich ihr Schicksal ganz anders miterleben müssen, als Du es in Minsk erlebt hast. Allein in Berlin arbeiten täglich hundert­zwanzig Kriegsrichter, und bei vielen Urteilen verlangt das Oberkommando schärfere Strafen. Die Zahl der Erschieẞungen im Monat geht jetzt schon in die Hunderte. Es gibt hier im Gefängnis nur einen Mann, der versucht, sich gegen die Welle der Vernichtung zu stemmen, und der seinen ganzen Einfluß und die Kraft seiner ehrlichen Überzeugung einsetzt, um den Gefangenen nicht nur ihr Los zu erleichtern, sondern der es sogar fertig bringt, Urteile umzuwandeln und in vielen Fällen das Schlimmste zu verhüten. Es ist der erste Standortpfarrer von Berlin , der hier Gefängnisgeistlicher ist, Pfarrer D. Er beschafft die besten Verteidiger; er hat Verbindung zu den obersten Richtern, und alle erkennen die zwingende Logik seines Urteils, die Berechtigung seines Eintretens für menschliche Würde und Rechte an. Bei aller Hilfs­bereitschaft, die er jedem zuteil werden läßt, sieht er sich die Menschen sehr genau an. Aber jeder hat ihn zum

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